Haushaltssperre legt Dresdens Brunnen trocken

Der Brunnen am Altmarkt bleibt diesen Sommer trocken.
Der Brunnen am Altmarkt bleibt diesen Sommer trocken.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Das Geld in der Dresdner Haushaltskasse sprudelt zwar, 18 Brunnen bleiben aus Sparzwängen trotzdem trocken. Grund: Die teilweise Haushaltssperre macht den Wasserspielen einen Strich durch die Fontäne.

Zwar vermeldete Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (52, CDU) jetzt nach Prognose der Steuerschätzer sechs Millionen Euro mehr Einkommensteuer für die Stadtkassen, doch gleichzeitig stiegen die Ausgaben um 20 Millionen Euro.

Immerhin: Seine am 16. Dezember ausgerufene Haushaltssperre zeigt Wirkung. Allein 739.684 Euro sparte Vorjohann - Geld, das er nicht in den laufenden Haushalt 2016 schieben musste.

Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (52, CDU).
Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (52, CDU).

Die 18 Trockenbrunnen sollen insgesamt 37.000 Euro an Wartungskosten einsparen.

Grünen-Politiker Michael Schmelich (61) ist sauer: „Man kann eine Großstadt nicht dauerhaft mit Finanznotverordnungen führen. Das demotiviert viele Mitarbeitende und schadet der Stadt.“

Er erwartet von Hartmut Vorjohann, dass er die aktuelle Steuerschätzung umgehend für den Haushaltsvollzug berücksichtigt und endlich die Haushaltssperre aufhebt.

Fotos: Holm Helis, Eric Münch


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