Verbrannte Haut und Kopfwunden: ZDF begleitet Berufsfeuerwehr Leipzig

Leipzig - Alle paar Minuten klingelt das Telefon: Die Berufsfeuerwehr Leipzig steht ständig unter Strom. Die ZDF-Sendung "Hallo Deutschland" hat sie einen Tag begleitet.

Sven Freund bringt den kleinen Jungen mit Verbrennungen in den Krankenwagen.
Sven Freund bringt den kleinen Jungen mit Verbrennungen in den Krankenwagen.  © Screenshot ZDF Mediathek

Gegen 7 Uhr am Morgen treten Feuerwehrmann Jeromé Jentsch und sein Kollege Sven Freund den Dienst an. Kaum ist das Rettungsfahrzeug mit seinem medizinischen Equipment überprüft worden, geht es für die beiden Helden im Alltag schon los: Der Notruf kommt aus einer Hausarzt-Praxis in Leipzig.

"Ein akutes Abdomen wurde gemeldet", so Feuerwehrmann Jentsch. Hinter dem Fachausdruck verstecken sich starke Bauchschmerzen bei einem Mann mittleren Alters - da die medizinischen Werte des Mannes aber erst einmal okay sind, wird er zur weiteren Behandlung ohne Blaulicht ins Uniklinikum gefahren.

Beim nächsten Notruf drückt Jeromè Jentsch dann aber schon stärker aufs Gaspedal. In einer Wohnung soll sich ein Kind starke Verbrennungen zugezogen haben.

"In Fällen mit Kindern steht die Zeit für mich im Vordergrund", so der 41-Jährige. Am Ort des Geschehens eingetroffen, sind auch schon Notarzt und Polizei vor Ort. Die Beamten sollen ermitteln, wie der kleine Junge zu Schaden gekommen ist. "Das Kind hat sich am Bauch und Oberschenkel verbrüht, es löst sich bereits Haut ab", beschreibt Notfallsanitäter Sven Freund die Situation. Mit der Notärztin wird der kleine Junge zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verbracht.

Kein Feierabend für die Berufsfeuerwehr in Sicht

Ein älterer Herr hat sich den Kopf an seiner Kofferraumklappe eingeschlagen.
Ein älterer Herr hat sich den Kopf an seiner Kofferraumklappe eingeschlagen.  © Screenshot ZDF Mediathek

Nach mehreren Stunden auf den Beinen könnte man meinen, dass die beiden Rettungskräfte eine Mittagspause verdient haben. Aber noch während die warme Mahlzeit auf dem Tisch dampft, geht schon der nächste Notruf in der Zentrale ein.

Vor Ort finden sich Sven Freund und Jeromè Jentsch in einer ungewöhnlichen Situation wieder: Ein Kind sitzt in einer Schaukel, während ein älterer Herr mit einer Kopfwunde auf dem Boden liegt. "Der Senior hat sich den Kopf mit der Kofferraumklappe angeschlagen", so Freund.

Da dem älteren Herrn aber nicht schlecht oder schwindelig ist, kann eine Gehirnerschütterung erstmal ausgeschlossen werden. Mit einem Pflaster verschließen die Rettungskräfte die Wunde.

Nach 12 Stunden und 9 Einsätzen endet dann endlich die Schicht der beiden. Nach der Rückkehr in die Zentrale können Sven Freund und Jeromé Jentsch dann endlich nach hause zurückkehren - mit dem Gefühl, jeder Menge Menschen an diesem Tag geholfen zu haben.

Jeromé Jentsch ist (fast) jeden Tag für die Leipziger im Einsatz.
Jeromé Jentsch ist (fast) jeden Tag für die Leipziger im Einsatz.  © Screenshot ZDF Mediathek

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