Schiff schlägt auf Elbe leck: Besatzungsmitglied schwer verletzt

Hamburg - Bei der Havarie eines niederländischen Schiffes am Mittwochabend auf der Elbe in Hamburg ist ein Mensch verletzt worden.
Die Feuerwehr rettet einen Verletzten per Drehleiter vom Deck des Schiffes.
Die Feuerwehr rettet einen Verletzten per Drehleiter vom Deck des Schiffes.  © Lars Ebner

Die "Arie Cornelis" war auf dem Weg zu einer Werft, als sie gegen 17 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache mit einer Spundwand im Hafen am Oortkatenufer im Stadtteil Ochsenwerder in den Marschlanden kollidierte.

Dabei schlug das 49 Meter lange Baggerschiff leck und Wasser drang in den Rumpf ein.

Das Schiff geriet in gefährliche Schieflage und droht zu sinken.

Großalarm für Feuerwehr und Polizei.

Wie das Abendblatt berichtet, wollte eines der zwei Besatzungsmitglieder den Schaden begutachten, rutschte dabei auf dem schlammigen Deck aus und brach sich den Unterschenkel.

Die Feuerwehr musste den Verletzten per Flaschenzug an einem Drehleiterwagen von Bord heben. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Wasser läuft durch ein Leck in das niederländische Baggerschiff, dadurch gerät es in Schieflage.
Wasser läuft durch ein Leck in das niederländische Baggerschiff, dadurch gerät es in Schieflage.  © Lars Ebner

Mit Wasserpumpen kämpfen die Feuerwehrleute gegen das eindringende Wasser an. Der Einsatz wird voraussichtlich bis spät in die Nacht andauern.

Mit auflaufender Flut soll das Schiff gegen 1 Uhr in die Werft gebracht werden.

Bis dahin laufen die Pumpen fleißig weiter.

Außerdem drückt das Löschboot "Branddirektor Krüger" die "Arie Cornelis" gegen die Spundwand, um die Schieflage auszugleichen.

Feuerwehr und Polizei sind mit mehr als 50 Helfern sowie mehreren Booten und Fahrzeugen im Einsatz.

Titelfoto: Lars Ebner

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