Nach Vulkanausbruch: Nun droht den Bewohnern die nächste Naturkatastrophe

Honolulu - Die Verwüstung auf Hawaii ist nach dem Vulkanausbruch groß. Zwar lässt der Austritt von Lava nach, doch nun droht eine weitere Katastrophe, das Urlaubsparadies heimzusuchen.

Auch wenn die Lavaströme nachlassen, geht von ihren Dämpfen eine hohe Gefahr für Natur und auch Mensch aus.
Auch wenn die Lavaströme nachlassen, geht von ihren Dämpfen eine hohe Gefahr für Natur und auch Mensch aus.  © Usgs/ZUMA Wire/dpa

Denn in den kommenden Tagen herrsche eine hohe Regenwahrscheinlichkeit, und die könne in Kombination mit gefährlichen Gasen, die immer noch an die Erdoberfläche gelangten, zu saurem Regen führen. Das berichtet der amerikanische Nachrichtensender "CNN".

Schwefeldioxid und andere Schadstoffe, die der Kilauea-Vulkan ausgestoßen hat, könnten sich demnach leicht mit Feuchtigkeit und Staub absetzen und so einen Dunst erzeugen, der als vulkanischer Smog, kurz "Vog", bezeichnet wird. Damit verbunden sei ein erhöhtes Risiko von Atembeschwerden.

Sollte es regnen, würde aus dem "Vog" saurer Regen. Die darin enthaltenen Schwefelsäure-Tröpfchen könnten die Vegetation in Mitleidenschaft ziehen und metallische Gegenstände wie Autos rosten lassen. Die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit seien indes noch nicht hinreichend erforscht, heißt es weiter.

Doch die Bewohner der Insel sind trotzdem in Sorge. Denn bei saurem Regen wäre ihre Wasserversorgung in Gefahr, da er die Regenwasser-Auffangsysteme der Haushalte angreifen und das Trinkwasser damit verunreinigen könnte.

Seit dem Ausbruch des Vulkans Kilauea am 30. April (TAG24 berichtete) wurden mindestens 35 Gebäude von Lavaströmen zerstört. Angaben zu Verletzten oder anderweitigen Schäden gab es bisher nicht.

Der vulkanische Smog, der sogenannte "Vog", kann je nach Konzentration die Atemwege reizen. Die Gefahr sauren Regens steigt.
Der vulkanische Smog, der sogenannte "Vog", kann je nach Konzentration die Atemwege reizen. Die Gefahr sauren Regens steigt.  © Byron Matthews/Byron Matthews/dpa

Titelfoto: Usgs/ZUMA Wire/dpa


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