HC Elbflorenz: "Brauchen Siege, sofort!" Kann Göde den Abstieg verhindern?

Dresden - Rico Göde, der neue Cheftrainer des HC Elbflorenz, ist ein Freund von klaren Ansagen.

Der HCE soll jetzt vor allem über die Flügel angreifen. Das ist die Chance für Julius Dierberg, hier im Heimspiel gegen Rimpar beim Wurf. Der Linksaußen war im Vorjahr der Torjäger vom Dienst, konnte diese Saison aber nur selten glänzen.
Der HCE soll jetzt vor allem über die Flügel angreifen. Das ist die Chance für Julius Dierberg, hier im Heimspiel gegen Rimpar beim Wurf. Der Linksaußen war im Vorjahr der Torjäger vom Dienst, konnte diese Saison aber nur selten glänzen.  © Lutz Hentschel

"Wir wollen auch nächstes Jahr Zweitliga-Handball in Dresden spielen. Um das zu erreichen, muss die Mannschaft wieder mehr ein Team werden. Es ist keine Zeit mehr für Ausreden. Wer Mentalität auf die Platte bringt, hat bei mir gute Chancen. Wir brauchen Siege, sofort."

Die erste Chance unter Göde hat der abstiegsbedrohte HCE am Samstagabend bei DJK Rimpar Wölfe.

Der Trainer sagt dazu: "Rimpar ist zweikampfstark, hat aber Probleme im Tempospiel. Wir müssen mehr wollen als der Gegner und das auch zeigen."

Nach der 18. Niederlage im 29. Saisonspiel war vergangene Woche Coach Christian Pöhler gefeuert und sein bisheriger Assistent Göde befördert worden (TAG24 berichtete).

Der 2,07 Meter große ehemalige HCE-Spieler und Bundesliga-Profi hat in wenigen Tagen schon einiges verändert.

"Wir haben wieder klare Hierarchien geschaffen. Mario Huhnstock ist Kapitän, Norman Flödl der Vize. Sie wurden von der Mannschaft gewählt. Es sind die richtigen Leute, sie bringen viel Erfahrung mit." Zuvor unter Pöhler hatte es eine ständige Kapitäns-Rotation gegeben.

Der 2,07 Meter große Rico Göde war einst Profi für Concordia Delitzsch, die Füchse Berlin und den SC DHfK Leipzig gespielt, zuletzt für den HC Elbflorenz. Nach Christian Pöhlerswurde er beim HCE vom Co- zum Cheftrainer befördert.
Der 2,07 Meter große Rico Göde war einst Profi für Concordia Delitzsch, die Füchse Berlin und den SC DHfK Leipzig gespielt, zuletzt für den HC Elbflorenz. Nach Christian Pöhlerswurde er beim HCE vom Co- zum Cheftrainer befördert.

Was die Spielphilosophie betrifft, sagt der 37-jährige Göde: "Ich bin ein Freund davon, mehr über die Flügel anzugreifen, nicht über die Mitte."

Beim 39:26-Testspielsieg am Dienstag in Lovosice sah der neue Chef erfreuliche Ansätze, "das war ein guter Test".

Göde unterstreicht zudem, dass er im Trainerteam viel mit seinen Assistenten Kay Blasczyk, Jens Pardun und Timo Meinl spricht. "Ich will von allen die Meinung hören."

HCE-Präsident Uwe Saegeling betont nach der Entlassung von Christian Pöhler: "Die Mannschaft steht hinter dem Trainerwechsel. Ich sehe Rico Göde auch nicht als Interimslösung. Von den Spielern erwarte ich, dass sie sich in den verbleibenden neun Partien zerreißen, damit wir am Saisonende über dem Strich stehen."

Aktuell ist der HC Elbflorenz Tabellen-17. Auf den rettenden 15. Platz sind drei Punkte Rückstand.

HCE-Präsident Uwe Saegeling.
HCE-Präsident Uwe Saegeling.

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