"Kampfschweine" beißen zu: HC Elbflorenz siegt gegen Ferndorf

Dresden - Christian Pöhler atmete tief durch. "Mir ist nicht nur ein Stein vom Herzen gefallen, sondern mehrere. Wir mussten im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt gewinnen. Ich ziehe den Hut, wie meine Mannschaft die Situation gemeistert hat", sagte der Trainer des HC Elbflorenz nach dem knappen 25:24-Heimsieg gegen TuS Ferndorf.

Sebastian Greß zieht ab und erzielt einen seiner fünf Treffer.
Sebastian Greß zieht ab und erzielt einen seiner fünf Treffer.  © Matthias Rietschel

Die von Pöhler geforderten "Kampfschweine" hatten zugebissen. Schon vor dem Anpfiff war zu sehen, wie heiß die Gastgeber in die überlebenswichtige Partie gingen.

Die Spieler schubsten und schüttelten sich gegenseitig, stießen sich mit der Faust gegen die Brust.

Nachdem an den beiden Tagen zuvor mit Großwallstadt, Wilhelmshaven, Dormagen, Hagen, und Hamburg gleich fünf Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte gewonnen hatten, stand der HCE enorm unter Druck.

Die Hausherren gaben ordentlich Gas, machten nicht nur das erste Tor, sondern legten ein 5:2 und 9:4 vor.

Allerdings wurden die Dresdner von den Schiris aus dem Rhythmus gebracht. Die Unparteiischen verhängten in der ersten Halbzeit sechs (!) Zeitstrafen gegen den HCE.

Die Dresdner Handballer feiern ihren 25:24-Heimsieg gegen TuS Ferndorf, vorn Tim-Philip Jurgeleit.
Die Dresdner Handballer feiern ihren 25:24-Heimsieg gegen TuS Ferndorf, vorn Tim-Philip Jurgeleit.  © Matthias Rietschel

Der stand fast eine Minute sogar mit drei Feldspielern weniger auf dem Parkett. Mit 13:11 ging es in die Pause.

"Höchsten Respekt" zollte Pöhler seinem Keeper Mario Huhnstock, der sich am Samstag im Training am Rücken verletzt hatte, gegen Ferndorf aber mit einer Vielzahl von Paraden glänzte, auch zwei Siebenmeter parierte.

In der Schlussphase rückte dann Hendrik Halfmann in den Kasten, der mit seiner Leistung nahtlos anknüpfte.

Nach dem 25:22 (59.) wurde es noch einmal eng, aber Elbflorenz hielt vor 1724 begeisterten Zuschauern den Sieg fest.

"Wir wussten, dass wir alles in die Waagschale werfen müssen. Wir können noch einige Dinge besser machen, aber die Hauptsache war heute, dass wir die beiden Punkte geholt haben", sagte der fünffache Torschütze Sebastian Greß.

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