Nach Insolvenz: HCL-Trainer kritisiert Vereinsführung scharf

HCL-Trainer Norman Rentsch konnte seinen Frust über den Zwangsabstieg nicht verbergen.
HCL-Trainer Norman Rentsch konnte seinen Frust über den Zwangsabstieg nicht verbergen.  © DPA

Leipzig - Trainer Norman Rentsch hat mit deutlicher Kritik an der Vereinsführung auf die Insolvenz und den Zwangsabstieg des HC Leipzig aus der Handball-Bundesliga der Frauen reagiert.

"Der Verein hat sich hingestellt und gesagt, dass das wird. Es hieß, Sponsoren sind da", wurde Rentsch am Samstag vom Mitteldeutschen Rundunk zitiert. Kurz zuvor hatte die HBF bestätigt, dass der HCL die notwendige Einzahlung von 600.000 Euro zur Lizenzerteilung bis Freitag nicht hatte nachweisen können.

"Das ist in Wut und Ärger kaum zu beschreiben. Ich frage mich, wie die Verantwortlichen des Vereins und des Managements gearbeitet haben?", so Rentsch weiter. "Wir haben Vertrauen in die gesamte Führung gehabt - das kommt jetzt als Schelte zurück", sagte Rentsch dem MDR.

"Die Enttäuschung ist groß. Aber ich bin froh, dass es für einige Spielerinnen einen Plan B gibt, sie werden möglicherweise in Rödertal spielen", sagte der Coach, der nach eigenen Angaben trotz Angeboten auch aus dem Ausland keine Gespräche mit anderen Vereinen geführt hat.

Für den HC Leipzig, sechsmaliger deutscher Meister und siebenmaliger Pokalsieger, rückt der HC Rödertal nahe Dresden in die Bundesliga nach.


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