Astronautin-Kandidatin wollte schon als Kind ins All

Insa Thiele-Eich ist die einzige Kandidatin für das Astronautin-Projekt.
Insa Thiele-Eich ist die einzige Kandidatin für das Astronautin-Projekt.  © DPA

Heidelberg - Die in Heidelberg geborene "Astronautin"-Kandidatin Insa Thiele-Eich hat ihre Leidenschaft für das All schon als Kind entdeckt. Ihr Vater ist daran aber nicht ganz unschuldig.

"Das begann ganz klischeehaft beim Blick in den Sternenhimmel, als ich ungefähr acht Jahre alt war", sagte die 34-Jährige der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Zudem sei ihr Vater selbst Astronaut gewesen. "Dank ihm bin ich mit der Raumfahrt groß geworden. Mich reizt besonders die Verbindung aus wissenschaftlicher und körperlicher Grenzerfahrung."

Die Meteorologin ist derzeit die einzige Kandidatin beim privaten Projekt Astronautin, das 2020 erstmals eine deutsche Frau zur Internationalen Raumstation ISS schicken will.

Die bisherige Mitbewerberin - die aus München stammende Bundeswehr-Pilotin Nicola Baumann (32) - hatte jüngst ihren Ausstieg aus dem Projek erklärt. Die Organisatoren wollen jetzt eine Nachfolgerin suchen, die in den kommenden zwei Jahren für eine Mission im All trainieren wird. Thiele-Eich, die in Bonn lebt, und Baumann hatten sich im April gegen 400 Bewerberinnen durchgesetzt.

Bei dem Projekt geht es auch darum, mehr Mädchen und junge Frauen für Naturwissenschaften zu begeistern. Aus Deutschland waren bislang nur elf Männer im All - der Erste war 1978 der DDR-Bürger Sigmund Jähn.

Titelfoto: DPA


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