Skandal um Bluttest für Brustkrebs an Uniklinik: Streit beigelegt

Mannheim/Heidelberg - Der Rechtsstreit zwischen der Heidelberger Uniklinik und ihrem ehemaligen Justiziar wegen der Bluttest-Affäre (TAG24 berichtete) ist beigelegt.

An der Heidelberger Uniklinik kam es zur verfrühten Veröffentlichung des Bluttests für Brustkrebs.
An der Heidelberger Uniklinik kam es zur verfrühten Veröffentlichung des Bluttests für Brustkrebs.  © Uwe Anspach/dpa

Die Parteien hätten sich Ende Januar in einem Güterichterverfahren geeinigt, teilte das Arbeitsgericht Mannheim am Donnerstag mit.

Nach der Einigung erhebe das Universitätsklinikum Heidelberg keine Vorwürfe mehr gegen den früheren Leiter der Rechtsabteilung Markus Jones wegen der Veröffentlichungen zu dem umstrittenen Bluttest.

Über die weiteren Inhalte der vor Gericht geschlossenen Vereinbarung haben sich beide Seiten zum Stillschweigen verpflichtet. Jones war im Sommer vergangenen Jahres mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt worden. Er erhielt überdies Hausverbot. Grund: Vorstand und Aufsichtsrat der Uniklinik bekundeten, kein Vertrauen mehr in ihn zu haben.

Hintergrund ist die verfrühte Präsentation eines Bluttests für Brustkrebs durch den Chef der Frauenklinik, Christof Sohn, der ihm herbe Kritik der Fachwelt eingebracht hatte.

Eine externe Kommission zur verfrühten Veröffentlichung hatte Mitte Juli in einem Zwischenbericht "Führungsversagen, Machtmissbrauch und Eitelkeit" in der Klinik festgestellt.

Bluttest im Labor des Universitätsklinikums Heidelberg.
Bluttest im Labor des Universitätsklinikums Heidelberg.  © Labor/Universitätsklinikum Heidelberg/dpa

Titelfoto: Labor/Universitätsklinikum Heidelberg/dpa

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