Horror-Attacke! Teenager von Hunden fast zu Tode gebissen

Heidelberg - Ein halbes Jahr nach der Attacke zweier Kampfhunde auf einen Teenager wird das Landgericht Heidelberg am Montag (10 Uhr) sein Urteil verkünden.

Der Hauptangeklagte hatte zugegeben, im Umgang mit den Tieren leichtsinnig gewesen zu sein. (Symbolbild)
Der Hauptangeklagte hatte zugegeben, im Umgang mit den Tieren leichtsinnig gewesen zu sein. (Symbolbild)  © Susan Richey-Schmitz/123RF

Durch den Angriff auf einem Feld bei Leimen (Rhein-Neckar-Kreis) war der heute 16-Jährige sehr schwer verletzt worden - im Gesicht, am Arm und am Hinterkopf. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hat er es einem Zufall zu verdanken, dass er noch lebt.

Vor der Jugendkammer mussten sich dafür drei junge Männer verantworten. Für den 17-jährigen Hauptangeklagten, der die Tiere auf den ihm bekannten Radler gehetzt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft dreieinhalb Jahre Jugendstrafe wegen schwerer Körperverletzung gefordert.

Für den 22-jährigen Halter der Hunde, der die beiden American Staffordshire Terrier verbotswidrig seinem minderjährigen Bruder überlassen hatte, und den Begleiter (22) des 17-Jährigen schlug die Anklagebehörde wegen fahrlässiger Körperverletzung jeweils eine einjährige Freiheitsstrafe zur Bewährung vor.

Leichtsinniger Umgang mit Kampfhunden

Der Hauptangeklagte hatte zu Prozessbeginn angegeben, im Umgang mit den Kampfhunden leichtsinnig gewesen zu sein. Die Verteidigung plädierte dafür, ihn zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren zur Bewährung zu verurteilen.

Sein älterer Bruder soll nach Ansicht der Verteidigung wegen fahrlässiger Körperverletzung eine Bewährungsstrafe von unter einem Jahr bekommen, sein Begleiter soll freigesprochen werden.

Der Prozess fand am Landgericht Heidelberg statt. (Archiv)
Der Prozess fand am Landgericht Heidelberg statt. (Archiv)  © Uli Deck/dpa

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