Radfahrer bekommt kein Schmerzensgeld, obwohl er Kind ausgewichen ist

Heidelberg - Beim Ausweichen vor einer Dreijährigen ist ein Rennradfahrer gestürzt - Anspruch auf Entschädigung hat er dafür aber nicht.

Ein Mann wich mit seinem Rennrad dem Kind aus. (Symbolbild)
Ein Mann wich mit seinem Rennrad dem Kind aus. (Symbolbild)  © 123RF

Man habe die Klage des Mannes auf Schadenersatz und Schmerzensgeld abgewiesen, teilte das Landgericht Heidelberg am Montag mit (Az.: 3 O 80/18). Die Richter begründeten das damit, dass der Fahrradfahrer eine Mitschuld an dem Unfall trage und das Verhalten des Kleinkindes und seiner Mutter angemessen gewesen sei.

Der Kläger war im Mai 2017 in Nußloch (Rhein-Neckar-Kreis) mit seinem Rennrad gestürzt, weil er dem dreijährigen Mädchen ausgewichen war, das mit seinem Lauflernrad nach einem Zuruf seiner Mutter überraschend die Seite gewechselt hatte.

Für seine Verletzungen forderte der Fahrer Schmerzensgeld von mindestens 1500 Euro und die Erstattung der Fahrradreparaturkosten.

Der Kläger kann noch Berufung beim Oberlandesgericht Karlsruhe einlegen.

Titelfoto: 123RF


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