Familie auf Autobahn ausgelöscht: Anklage gegen Lastwagenfahrer

Heidelberg - Etwa vier Monate nach dem Verkehrsunfall mit vier Toten auf der Autobahn 5 hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Lkw-Fahrer erhoben.

Die Unfallstelle auf der A5 im Februar: Rettungskräfte arbeiten an einem Auto, das unter einen Lkw geschoben wurde.
Die Unfallstelle auf der A5 im Februar: Rettungskräfte arbeiten an einem Auto, das unter einen Lkw geschoben wurde.  © DPA

Dem 63-Jährigen werden fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen, wie die Anklagebehörde in Heidelberg am Dienstag mitteilte. Demnach soll der Mann unaufmerksam gewesen sein und daher zu spät gebremst haben.

Anfang Februar war der damals 62-Jährige mit seinem Lastwagen nahe dem Autobahnkreuz Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis) von hinten auf zwei Autos gefahren. Der Sattelschlepper schob die beiden Wagen mit Wucht unter einen weiteren Lkw, der seine Fahrt wegen des hohen Verkehrsaufkommens stark verlangsamt hatte.

Bei dem Unfall war eine Familie aus Nordrhein-Westfalen in den Tod gerissen worden. Die Eltern im Alter von 51 und 46 Jahren sowie eine 13 Jahre alte Tochter kamen ums Leben, eine zweite Tochter im Alter von 15 Jahren überlebte schwer verletzt.

Bei dem vierten Opfer handelte es sich um den Fahrer des zweiten Wagens, einen 60-Jährigen aus Rheinhessen in Rheinland-Pfalz.


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