Das Tafel-Tauziehen in Heidenau geht weiter

Bis Ende August befindet sich die Tafel in Heidenau noch in den alten Räumen 
der Güterbahnhofstraße 10.
Bis Ende August befindet sich die Tafel in Heidenau noch in den alten Räumen der Güterbahnhofstraße 10.  © Ove Landgraf

Heidenau - Nachdem Kürzungspläne beim bestehenden Angebot der Heidenauer Tafel bekannt wurden, liefern sich nun drei Vereine ein Tafel-Tauziehen. Doch nur ein Verein darf sich den Namen geben.

Der Tafel-Platzhirsch in Heidenau ist der Demokratische Frauenbund (dfb) aus Dresden. Doch der plant schon länger bei seiner Tafel-Außenstelle zu sparen.

„Wir handeln aus wirtschaftlichen Zwängen“, sagt dfb-Geschäftsführerin Katrin Knörndel (61). Ab September gibt es nur noch eine Ausgabestelle, ohne eigenständiges Team. Die Lebensmittel werden von Pirna aus eingesammelt, einmal die Woche verteilt.

Zwei Angebote, vom Sächsischen Landesverband der Tafeln und vom neugegründeten Verein „Tischlein deck dich“ aus Dresden, die Heidenauer Tafel auf eigene Füße zu stellen, lehnte der Frauenbund bisher ab. „Das geht nicht, die Struktur muss so bleiben“, so Frau Knörndel. Ihr Verein betreibt neben Pirna auch die Tafeln in Bischofswerda und Neustadt/Sachsen.

Jetzt wirft ein weiterer Verein seinen Hut in den Ring. Eine Initiative aus dem Umfeld der alten Heidenauer Tafel möchte das Angebot selbst in die Hand nehmen. Öffentlich äußern möchte man sich jedoch noch nicht.

Trotz der Unruhe betont der sächsische Tafel-Sprecher Matthias Thomas (63): „Keiner muss sich um die Versorgung der Bürger Heidenaus sorgen.“ Letztendlich entscheidet der Tafel-Bundesverband, wer die Tafel im Ort betreiben darf.

Karin Knörndel (61) vom Demokratischen Frauenbund aus Dresden, lehnte Hilfe zum 
Aufbau einer selbständigen Tafel in Heidenau bisher ab.
Karin Knörndel (61) vom Demokratischen Frauenbund aus Dresden, lehnte Hilfe zum Aufbau einer selbständigen Tafel in Heidenau bisher ab.  © Ove Landgraf

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