Entsetzen bei Betroffenen: Heidenauer Tafel wird geschlossen

Katrin Knörndel (61), Chefin des Demokratischen Frauenbund (dfb), muss den Standort aufgeben.
Katrin Knörndel (61), Chefin des Demokratischen Frauenbund (dfb), muss den Standort aufgeben.  © Ove Landgraf

Heidenau - Kürzungspläne bei der Heidenauer Tafel. Bedürftige und Mitarbeitern wenden sich mit einem Brandbrief an den Heidenauer Bürgermeister – wollen um „ihre“ Tafel kämpfen.

Madeleine Petereit (46) ist entsetzt! „Es darf nicht sein, dass uns die Tafel genommen wird“, sagt die schwer beeinträchtigte Frau. Seit Jahren bekommt sie, wie 15 weitere Hilfsbedürftigte, von den Tafel- Lebensmittel nach Hause gebracht – das fällt nun weg.

Der Demokratischen Frauenbund (dfb) aus Dresden muss bei seiner Tafel-Außenstelle sparen. „Wir handeln aus wirtschaftlichen Zwängen“, sagt die Geschäftsführerin des dfb, Katrin Knörndel (61).

Aus den alten Räumen muss die Tafel raus, neue preiswerte waren nicht zu finden. Nun soll es nur noch eine Ausgabestelle geben.

Ab 1. September werden einmal die Woche Lebensmittel aus Pirna verteilt. Die Mitarbeiter aus Ehrenamtlichen, Bundesfreiwilligendienstleistenden und „1-Euro-Jobber“ werden gekürzt oder wechseln nach Pirna.

Nun appellieren die Betroffenen in einem Brief an Jürgen Opitz: „Wir bitten Sie, Herr Bürgermeister, höflichst und aufrichtig um Hilfe.“

Auch Madeleine Petereit möchte nicht aufgeben: „Ich kämpfe jetzt für alle Tafelkunden und Mitarbeiter.“

Die Schwerbeschädigte Madeleine Petereit (46) kämpft 
um den Erhalt der Heidenauer Tafel.
Die Schwerbeschädigte Madeleine Petereit (46) kämpft um den Erhalt der Heidenauer Tafel.  © Ove Landgraf
Das Team der Heidenauer Tafel, um Vorort-Chefin Steffi Kober (46, links), soll 
aufgelöst werden.
Das Team der Heidenauer Tafel, um Vorort-Chefin Steffi Kober (46, links), soll aufgelöst werden.  © Ove Landgraf

Titelfoto: Ove Landgraf


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