DNA passt nicht! Ist der Verdächtige im Fall Bögerl nicht der Mörder?

Ermittler am Fundort: Die DNA des Verdächtigen stimmt nicht mit der am Fundort überein.
Ermittler am Fundort: Die DNA des Verdächtigen stimmt nicht mit der am Fundort überein.  © DPA

Ulm - Der im Mordfall Bögerl festgenommene Tatverdächtige hat angegeben, einen Hass auf die Familie Bögerl gehabt zu haben.

Dies teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Ulm mit. Die Kriminalpolizei kläre derzeit ab, ob es sich bei dem Mann um einen Tatbeteiligten aus der Entführung und Ermordung der Bankiersgattin Maria Bögerl vor sieben Jahren handele. Zur Identität des Verdächtigen und zu Details der Festnahme wollte der Polizeisprecher keine Angaben machen.

Derzeit laufe ein DNA-Abgleich, dessen Ergebnisse um die Mittagszeit zu erwarten seien. Im Auto der im Mai 2010 aus ihrem Haus entführten und umgebrachten Bankiersgattin Maria Bögerl hatte die Polizei DNA-Spuren entdeckt. Sie stammen mutmaßlich von dem oder den Entführern.

Der Verdächtige hatte im Juli 2016 im westfälischen Hagen in betrunkenem Zustand zwei Männer angesprochen, den Fall erwähnt und dabei tatrelevante Angaben gemacht.

Ganz konkret sagte er, er habe Maria Bögerl erstochen. Die beiden jungen Männer hatten das Gespräch mit einem Handy aufgezeichnet und die Polizei alarmiert.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Ellwangen bestreitet der Mann aber angeblich eine Mordbeteiligung. Laut Informationen der DPA ist seine DNA allerdings negativ. Sie stimmt nicht mit den am tatort gefunden Erbsubstanzen überein.


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