Nach Schlappe im ersten Wahlgang: Heiko Maas doch noch in den SPD-Vorstand gewählt

Berlin - Außenminister Heiko Maas ist im ersten Wahlgang bei der Wahl des SPD-Vorstands gescheitert. Er erhielt am Samstag auf dem Parteitag in Berlin 227 Delegiertenstimmen - 290 hätte er gebraucht.

 Maas erreichte im ersten Wahlgang nicht die nötigen Stimmen.
Maas erreichte im ersten Wahlgang nicht die nötigen Stimmen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Bei der Verkündung seines Ergebnisses ging ein Raunen durch den Saal. Auch andere hochrangige Sozialdemokraten scheiterten im ersten Versuch, nur 14 Beisitzer wurden direkt gewählt.

Es scheiterten zunächst auch beispielsweise der bisherige Parteivize Ralf Stegner, der sächsische SPD-Chef Martin Dulig, Berlins Regierungschef Michael Müller und die Bundestagsabgeordnete Cansel Kiziltepe. Unklar war zunächst, ob alle im zweiten Wahlgang noch einmal antreten. Es ist bei der SPD durchaus üblich, dass für die Wahl der Beisitzer zwei Wahlgänge nötig sind.

Das zunächst beste Ergebnis fuhr der Parteilinke und Fraktionsvize Matthias Miersch mit 404 Stimmen ein.

Auch Familienministerin Franziska Giffey, Umweltministerin Svenja Schulze, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius und Europa-Staatsminister Michael Roth wurden direkt gewählt.

Maas im zweiten Wahlgang in SPD-Vorstand gewählt

Heiko Maas steht beim SPD-Bundesparteitag nach dem ersten Wahlgang für weitere Mitglieder des Vorstands mit Stefan Rülke Olaf Scholz zusammen.
Heiko Maas steht beim SPD-Bundesparteitag nach dem ersten Wahlgang für weitere Mitglieder des Vorstands mit Stefan Rülke Olaf Scholz zusammen.

Update, 14.37 Uhr

Außenminister Heiko Maas ist im zweiten Wahlgang erneut in den Bundesvorstand der SPD gewählt worden.

Er erhielt am Samstag auf dem Parteitag in Berlin nach einer Niederlage im ersten Versuch dann doch deutlich die erforderliche Mehrheit.

Auch der sächsische SPD-Chef Martin Dulig schaffte es noch in das 34-köpfige Gremium.

Der bisherige Parteivize Ralf Stegner und Berlins Regierungschef Michael Müller dagegen gaben nach Niederlagen im ersten Wahlgang ihre Plätze im Vorstand auf.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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