Kinderporno-Skandal: Erzieher soll Jungen über sechs Jahre missbraucht haben

Heilbronn - Im Heilbronner Kinderporno-Skandal soll der beschuldigte Erzieher einen Jungen über mehrere Jahre hinweg missbraucht haben.

Der Mann hat gestanden Kinder-Pornografische-Bilder getauscht und einen Jungen jahrelang missbraucht zu haben (Symbolbild).
Der Mann hat gestanden Kinder-Pornografische-Bilder getauscht und einen Jungen jahrelang missbraucht zu haben (Symbolbild).  © 123RF

Wie dessen Anwalt Thomas Amann "Heilbronner Stimme" und dem SWR sagte, soll der Missbrauch von 2012 bis Anfang dieses Jahres gegangen sein. "Erst der Druck durch die öffentliche Aufmerksamkeit hat für ein Ende gesorgt", sagte Amann der Zeitung.

Den Fall habe der Erzieher der Staatsanwaltschaft von sich aus gestanden. Dem SWR sagte Amann, das Ganze habe begonnen, als der Junge sechs Jahre alt gewesen sei. Weitere Fälle habe es dem Beschuldigten zufolge nicht gegeben.

Der inhaftierte Heilbronner Kindergartenleiter hatte den Tausch von Kinder-Porno-Bildern und den schweren sexuellen Missbrauch eines Jungen bereits gestanden. Weil der Mann seit Anfang März in Untersuchungshaft sitzt, ist mit der Anklage laut Staatsanwaltschaft spätestens Anfang September zu rechnen. Dann würden beide Delikte wahrscheinlich in einem Prozess am Landgericht Heilbronn verhandelt, hatte eine Sprecherin der Anklagebehörde jüngst gesagt.

Der Beginn des zunächst für den am 16. März geplanten Prozesses, bei dem es allein um die Kinderpornos gehen sollte, war nach Bekanntwerden des Missbrauchsfalls abgesagt worden.


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