Mann taucht aus dem Wasser auf und wird durch "Köpfer" getötet

Nachdem er von der 5-Meter-Plattform abgesprungen war, prallte er mit der Schulter gegen den Kopf des Familienvaters, der seinen Verletzungen erlag. (Symbolbild)
Nachdem er von der 5-Meter-Plattform abgesprungen war, prallte er mit der Schulter gegen den Kopf des Familienvaters, der seinen Verletzungen erlag. (Symbolbild)  © 123RF

Heilbronn - Ein Badegast sprang aus 7,5 Meter Höhe in einem Freibad bei Bad Wimpfen kopfüber ins Wasser. Unglücklicherweise tauchte gerade dort ein 35-Jähriger auf, der kurz zuvor von der 5-Meter-Plattform gesprungen war.

Durch die Kollision erlitt der 35-Jährige so schwere Hirnverletzungen, dass er daran verstarb.

Nun stehen Bademeister und Pächter vor Gericht, um die Schuldfrage zu klären. Den 61 und 75 Jahre alten Angeklagten wird am Amtsgericht Heilbronn fahrlässige Tötung vorgeworfen. Sie hätten die Absprungebenen nicht genügend kontrolliert.

Laut Aussage würden die Badegäste am etwa 70 Jahre alten Sprungturm schon immer selbst per Zuruf regeln, wer, von wo und wann abspringt. Auch der 35-jährige Familienvater soll am Unfalltag vor seinem Sprung "5er springt!" gerufen haben. Allerdings sprang unmittelbar danach der andere Badegast ebenso ab, der den Ruf nicht gehört haben will.

Beim Eintauchen prallte jener mit der Schulter gegen den Kopf des auftauchenden 35-jährigen Familienvaters. Auch der Springer wurde dabei verletzt. Die Witwe des Familienvaters streitet nun mit dem Pächter und dem Bademeister vor Gericht um Schadenersatz für sich und ihre Kinder.

Der Fall, der sich bereits 2015 ereignet hatte, ist immer noch nicht geklärt. Das Amtsgericht hat nun drei Verhandlungstage bis 6. November geplant. Zwölf Zeugen sind geladen.

Titelfoto: 123RF


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