In dieser Stadt sind Kitas seit zehn Jahren gebührenfrei

Die Stadt Heilbronn hat gute Erfahrungen mit ihrer Entscheidung gemacht. (Symbolbild)
Die Stadt Heilbronn hat gute Erfahrungen mit ihrer Entscheidung gemacht. (Symbolbild)  © DPA

Heilbronn - Die Stadt Heilbronn zieht zehn Jahre nach Einführen der Gebührenfreiheit in ihren Kitas eine positive Bilanz.

"Wenn wir die Statistik betrachten, dann sehen wir genau, dass die Anzahl der kleineren Kinder zwar langsam, aber stetig steigt", sagte Oberbürgermeister Harry Mergel. Eine Ursache dafür sei vermutlich der Gebührenerlass für Familien mit Kleinkindern seit dem Haushaltsjahr 2007, der die Kommune für diese Bevölkerungsgruppe attraktiv mache. Heilbronn ist die einzige größere Stadt im Südwesten, die auf Elternbeiträge in den Kitas verzichtet.

Nach Angaben der Stadt kommt das Gratis-Angebot insbesondere bei Eltern mit kleinen und mittleren Einkommen gut an, die sofort eine spürbare Verbesserung ihres Einkommens erführen. Bei Ganztagesplätzen könne die jährliche Einsparung pro Kind bis zu 5000 Euro betragen - je nach Träger und Einrichtung.

Zwar waren bereits vor der Entgeltbefreiung nahezu alle Kinder vor der Einschulung in einem Kindergarten, wie die Stadt weiter mitteilte. Allerdings hätten die Eltern ihre Kinder ab der Entgeltbefreiung früher angemeldet. Die Entgeltbefreiung hat für die Kommune neben steigender Anziehungskraft für junge Familien noch den Vorteil einer einfacheren Abwicklung: Es entfallen das Festsetzen des Betreuungsentgelts und das Eintreiben von Gebühren.

Allerdings ist mit der Gebührenfreiheit auch ein kommunaler Einnahmeausfall in Höhe von jährlich rund vier Millionen Euro verbunden, die Heilbronn auch für mehr Personal und bessere räumliche Ausstattung hätte verwenden können.

Titelfoto: DPA


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