30 Jahre nach Mauerfall: Darum ist diese Rad-Tour so wichtig!

Heilbronn - 37 Schüler wollen 30 Jahre nach dem Mauerfall mit Fahrrädern von Heilbronn nach Berlin fahren, um die Geschichte der deutschen Teilung zu erleben.

10. November 1989: Jubelnde Menschen auf der Berliner Mauer am Brandenburger Tor.
10. November 1989: Jubelnde Menschen auf der Berliner Mauer am Brandenburger Tor.  © DPA

Die 11- bis 16-Jährigen starten am Samstag (8.30 Uhr) in Heilbronn und werden auf der neun Tage dauernden Tour über 710 Kilometer unter anderem die Leipziger Nikolaikirche, das frühere Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen und am Zielort Berlin das Brandenburger Tor besuchen.

Organisiert hat die Tour der 78 Jahre alte Ortwin Czarnowski. Der ehemalige Radrennfahrer flüchtete als junger Mann aus der DDR nach Baden-Württemberg.

Die Reise nennt er "Das rollende Klassenzimmer". Er sagt: "Die Schüler sollen raus aus dem Klassenzimmer und den Unterrichtsstoff erleben, Geschichte erleben."

Vor 15 Jahren organisierte Czarnowski die erste Radtour nach Berlin: "Die Schüler waren nach dem Mauerfall geboren und konnten ja gar nicht mehr erleben, wie wir da gelebt haben." Das wollte er ändern.

Zum 30. Jubiläum des Mauerfalls will er den Schwerpunkt der jährlich organisierten Radtouren wieder auf die Geschichte legen und hat viele Gespräche mit Zeitzeugen eingeplant.

Die erste Radtour wurde vor 15 Jahren organisiert. (Symbolbild)
Die erste Radtour wurde vor 15 Jahren organisiert. (Symbolbild)  © DPA

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