Heine lobt Cincotta: „Ein Vorbild für die anderen!“

Nicht nur bei CFC-Manolo Jürgen Kurzbach haut Stefano Cincotta auf die Pauke, auch auf dem Rasen macht er derzeit mächtig Musik.
Nicht nur bei CFC-Manolo Jürgen Kurzbach haut Stefano Cincotta auf die Pauke, auch auf dem Rasen macht er derzeit mächtig Musik.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - Würde es in der 3. Liga einen „Man of the Match“ (Spieler des Spiels) geben, Stefano Cincotta (24) wäre am Sonntag ein ganz heißer Kandidat für diese Auszeichnung gewesen.

Beim 3:1 gegen den HFC zählte er zu den auffälligsten Akteuren auf dem Platz. Die starke Leistung krönte er mit seinem Linksschuss zum zwischenzeitlichen 2:1.

„Das sah einfacher aus als es war. Der Winkel war ziemlich spitz. Und es stand noch ein Gegenspieler vor mir“, meinte Cincotta, der auch am 1:0 beteiligt war. Nach seinem Eckball traf Kevin Conrad (25) zur Führung.

Cincotta stand gegen Halle zum dritten Mal in Folge in der Startelf. Im linken Mittelfeld hat er Reagy Ofosu (24, zuletzt zwei Mal nicht im Kader) verdrängen können.

„Er ist in Sachen Laufbereitschaft und Willensstärke ein Vorbild für die anderen. Seine Länderspiele haben ihn weiter vorangebracht“, lobt Trainer Karsten Heine (60) die Entwicklung des Nationalspielers von Guatemala.

Mit einem perfekten Linksschuss erzielte Stefano Cincotta (M.) das zwischenzeitliche 2:1 im Spiel des Chemnitzer FC gegen den Halleschen FC.
Mit einem perfekten Linksschuss erzielte Stefano Cincotta (M.) das zwischenzeitliche 2:1 im Spiel des Chemnitzer FC gegen den Halleschen FC.

Der hatte zu Beginn der Saison keine einfache Zeit bei den Himmelblauen. Cincotta spielte im Sommer mit der Auswahl beim Gold-Cup in den USA und verpasste das Trainingscamp der Himmelblauen. Bis zum elften Spieltag hatten die anderen die Nase vorn, erst beim 1:1 gegen Erfurt setzte Heine auf ihn - und bislang rechtfertigte Cincotta das Vertrauen des Trainers.

„Die Position im linken Mittelfeld gefällt mir sehr gut. Ich bin nah am Tor dran und kann öfter zum Abschluss kommen“, verrät Cincotta, der in der Vorsaison meistens in der Abwehr eingesetzt wurde. Der Applaus nach seiner späten Auswechslung gegen Halle ging runter wie Öl: „Das hat mir sehr gut getan. Ich habe die Atmosphäre genossen.“

Voller Selbstvertrauen blickt er auf die kommenden Spiele, am Sonntag in Bremen und anschließend daheim gegen Aue. „Dieses Derby wird ein riesiges Highlight. Erst einmal müssen wir uns aber auf die Bremer konzentrieren.

Die haben aus dem Nichts 4:0 gegen Aue gewonnen. Das sollte für uns ein Warnschuss sein“, betont Cincotta.

Fotos: Picture Point/Kerstin Kummer, Frank Kruczynski


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