Nix mit Helau! Karnevalisten vermissen Unterstützung der Politik

Dresden - Maskenbälle, Umzüge, Elferratssitzungen: Trotz des närrischen Treibens in den Hochburgen des Frohsinns beklagt der Verband Sächsischer Karneval die schwindende Unterstützung durch die Politik.

Besonders die Jugendarbeit sei ein großer Bestandteil der Karnevalsvereine, der oft vergessen werde.
Besonders die Jugendarbeit sei ein großer Bestandteil der Karnevalsvereine, der oft vergessen werde.  © DPA

"Die Karnevalsvereine machen Jugendarbeit. Das ist nicht mehr immer bewusst", sagt Verbandssprecher Michael Rohde. Er verwies auf den Landkreis Görlitz, wo nach einer neuen Kulturförderrichtlinie die Faschingsvereine aus der Förderung herausfielen.

Laut Rohde sind in dem Verband aktuell 180 Vereine mit insgesamt etwa 25.000 Karnevalisten organisiert. Die Zahl ist seit Jahren etwa konstant. Vor allem in Städten mit breitem Kulturangebot habe es der Karneval in Sachsen schwer.

Dort gebe es auch die größten Nachwuchsprobleme - eher bei den Jungen und weniger bei den Mädchen, die gern bei den Funkengarden mitmachten, mehrmals wöchentlich trainierten und später den Vereinen treu blieben.

Titelfoto: DPA

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