Hells Angels wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt

Die Polizei rückte mit allen verfügbaren Kräften auf der Eisenbahnstraße an. Dort hatte es eine Schießerei zwischen verfeindeten Rockerbanden gegeben.
Die Polizei rückte mit allen verfügbaren Kräften auf der Eisenbahnstraße an. Dort hatte es eine Schießerei zwischen verfeindeten Rockerbanden gegeben.

Leipzig - Am 25. Juni 2016 kam ein Rocker der "United Tribunes" (UT) bei einer Schießerei auf der Eisenbahnstraße ums Leben. Nun werden seine mutmaßlichen Mörder vor Gericht gestellt.

Der Hauptangeklagte sei Stefan S. (31) von den "Hells Angels", heißt es in einer aktuellen Erklärung des Leipziger Landgerichts. Doch auch seine Rocker-Brüder Marcus M. (34), Frank M. (46) und Ferenc B. (40) sitzen ab Mitte Juli auf der Anklagebank. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Gemeinschaftlicher Mord aus niedrigen Beweggründen.

Bei der Auseinandersetzung zwischen den Tribunes und den Angels starb der 27-jährige Veysel A. an den Folgen seiner Schussverletzungen. Geschossen hatte laut Anklage Stefan S.

Die drei anderen Angeklagten sollen dann auf den verletzt am Boden liegenden Veysel A. eingetreten haben. Motiv der Bluttat soll eine vorausgegangene Schlägerei zwischen mehreren UT-Rockern und dem späteren Schützen Stefan S. gewesen sein.

Die Schwurgerichtskammer hat die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen.

Prozessbeginn am Landgericht Leipzig ist am 17. Juli. Mehr als 30 Verhandlungstage sind für den Fall vorgesehen. Ein Urteil wird frühestens im Januar 2018 erwartet.

Ein Verdächtiger wird nach der Schießerei von der Polizei mit Handschellen gefesselt.
Ein Verdächtiger wird nach der Schießerei von der Polizei mit Handschellen gefesselt.  © Chop Hopper

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