Flüchtlinge mit Leuchtmunition beschossen, darunter fünf Monate altes Baby

Helmstedt - Nach einem Angriff mit Leuchtmunition auf eine Gruppe von Flüchtlingen im Kreis Helmstedt dauern die Ermittlungen der Polizei an. "Es werden im Laufe des Tages weitere Vernehmungen geführt", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Wolfsburg. Noch sei unklar, ob die Tat in Schöningen einen fremdenfeindlichen Hintergrund habe.

Von einem Balkon aus sollen die Verdächtigen losgeballert haben.
Von einem Balkon aus sollen die Verdächtigen losgeballert haben.  © Bildmontage / Swen Pförtner/dpa / Daniel Karkmann/

Vier Männer sollen am Wochenende Schüsse aus einer Schreckschusswaffe mit Leuchtmunition auf die Gruppe von der Elfenbeinküste abgegeben haben, zu der auch ein 5 Monate altes Baby gehörte. Verletzt wurde niemand.

"Mit so einer Munition können Menschen lebensgefährlich verletzt oder sogar getötet werden", sagte der Sprecher.

Zwei Passanten kamen den Angegriffenen zur Hilfe und wurden dann selbst attackiert. Dank des Eingreifens eines 39-jährigen Mannes aus dem Ort und seiner 41-jährigen Begleiterin konnten sich die Flüchtlinge in Sicherheit bringen.

Ein Schuss habe den 39-Jährigen nur knapp verfehlt, teilte die Polizei mit.

Die vier Verdächtigen im Alter von 52, 50, 34 und 29 Jahren befanden sich nach Polizeiangaben auf einem Balkon, von dem aus sie schossen. Gegen sie wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Die Männer, die laut Polizei alle Alkohol getrunken hatten, wurden nach dem Vorfall am Samstag in der Wohnung im Kreis Helmstedt gestellt. Die Schreckschusspistole samt Munition wurde sichergestellt.

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