Bewegende Momente bei Besuch von Helmut Kohl!

Helmut Kohl wurde unter anderem von Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz und Ministerpräsident Stanislaw Tillich ins Albertinum begleitet.
Helmut Kohl wurde unter anderem von Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz und Ministerpräsident Stanislaw Tillich ins Albertinum begleitet.

Von Stefan Ulmen

Dresden - Und plötzlich war die Stimmung von 1989 wieder da ... Gänsehaut, Tränen und stehende Ovationen gab es am Abend im Albertinum für den Kanzler der Einheit! Helmut Kohl (84) war auf den Tag genau 25 Jahre nach seiner historischen Rede vor der Frauenkirche wieder nach Dresden gekommen.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hatte ihn und 600 weitere Gäste, darunter viele Zeitzeugen, zu einer Feierstunde eingeladen, um das Jubiläum zu würdigen.

Zuvor wurden n einer kleinen Runde im Gourmet-Restaurant „Kastenmeiers“, zu der auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (55, CDU) gehörte, Erinnerungen an die spannenden Zeiten von damals ausgetauscht.

Das Archivbild vom 19. Dezember 1989 zeigt den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl während seines zweitägigen Besuches in Dresden vor der Kreuzkirche, wo er von einer wartenden Menschenmenge stürmisch gefeiert wurde.
Das Archivbild vom 19. Dezember 1989 zeigt den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl während seines zweitägigen Besuches in Dresden vor der Kreuzkirche, wo er von einer wartenden Menschenmenge stürmisch gefeiert wurde.

Beim Festakt würdigte Tillich den Kanzler als „einer der wichtigsten und weitsichtigsten Macher der Deutschen Einheit“. Er habe es meisterhaft verstanden, Ängste bei den Nachbarn und Partnern zu überwinden und Vertrauen aufzubauen.

Kohl selbst, der seit einem schweren Sturz 2008 bei öffentlichen Auftritten im Rollstuhl sitzt, sagte bei der Feierstunde: „Ich bin sehr froh, heute hier bei Ihnen in Dresden zu sein. Der 19. Dezember 1989 ist ein historischer Tag für alle Deutschen, und er hat auch für mich persönlich eine ganz besondere Bedeutung. (...)

Vor 25 Jahren habe ich hier eine der schwierigsten Reden meines Lebens gehalten, vielleicht sogar die schwierigste Rede meines Lebens.(...)

An diesem Tag - sechs Wochen nach dem Fall der Mauer und drei Wochen nach Vorstellung meines 10-Punkte-Plans im Deutschen Bundestag – ist mir ganz klar geworden: Die Menschen in der damaligen DDR wollten die Einheit, sie wollten sie wirklich, und sie wollten sie bald.

Diese Erinnerung werde ich immer mit Dresden verbinden. Und ich bin dankbar, dass Sie heute alle hierher gekommen sind und dass ich heute hier in Dresden bei den Menschen sein kann.“

Und das war einer der Kernsätze der historischen Rede vom 19. Dezember 1989: „Mein Ziel bleibt, wenn es die geschichtliche Stunde zulässt, die Einheit unserer Nation.“

Weitere Bilder vom Besuch Helmut Kohls in Dresden

Fotos: dpa, Steffen Füssel, Stefan Ulmen


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