FC St. Pauli: Doppelpacker Veerman blickt auf schwieriges Jahr zurück

Hamburg - Henk Veerman ist zurück! Der Niederländer steuerte zum beeindruckenden 3:0-Heimsieg über Tabellenführer Arminia Bielefeld zwei Treffer bei. Dabei lag hinter ihm eine schwere Zeit.

St. Paulis Stürmer Henk Veerman jubelt über einen seiner Treffer.
St. Paulis Stürmer Henk Veerman jubelt über einen seiner Treffer.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Vor fast genau einem Jahr riss sich Henk Veerman im letzten Spiel des Jahres 2018 gegen den 1. FC Magdeburg (4:1) das Kreuzband. Es folgte eine zehnmonatige Pause.

"Ich habe ein schweres Jahr gehabt", gestand der 2,01 Meter lange Schlacks nach dem erfolgreichen Jahresabschluss 2019. "Es war aber nicht in meinem Kopf, dass das vor fast einem Jahr passiert war."

Am 2. November feierte der 28-Jährige nach zwei Einsätzen und einem Tor in der Regionalliga-Elf sein Comeback in der zweiten Liga. Trainer und Landsmann Jos Luhukay wechselte ihn im Heimspiel gegen den Karlsruher SC (2:2) für vier Minuten ein.

Drei Wochen später stand Veerman erstmals in der Startelf und traf sofort. Seitdem ist er aus dieser auch nicht mehr wegzudenken. In den beiden vergangenen Spielen gegen den SV Wehen Wiesbaden (3:1) und Arminia Bielfeld (3:0) traf er insgesamt dreimal. "Dann ist es gut, so zurückzukommen", erklärte er.

Gemeinsam mit Viktor Gyökeres, der ebenfalls in den beiden vergangenen Spielen drei Treffer erzielte, bildet er nun ein Sturm-Duo, dass der Konkurrenz Angst einflösst.

Und dieses Gefühl hatte Veerman bereits einen Tag vor der Partie gegen den Tabellenführer. "Gestern habe ich der Mannschaft schon gesagt, dass ich ein gutes Gefühl für heute habe", sagte er am Samstag nach der erfolgreichen Partie und sah sich bestätigt.

Veerman auch defensiv eine Bank

Der 2,01 Meter große Stürmer köpft zur Führung gegen Arminia Bielefeld ein.
Der 2,01 Meter große Stürmer köpft zur Führung gegen Arminia Bielefeld ein.  © Daniel Bockwoldt/dpa

"Heute war es richtig gut, immerhin gewinnen wir 3:0 gegen den Spitzenreiter", erklärte er. "Gut möglich, dass es unser bestes Spiel war."

Der Sieg war umso wichtiger, weil der FC St. Pauli vor dem Spiel auf den Relegationsplatz abgerutscht war. Durch den Dreier beendet der Kiezclub das Jahr aber auf Rang elf. "Wir freuen uns nicht auf dem Relegationsplatz zu stehen", gestand ein glücklicher Veerman.

Die Begegnung gegen Bielefeld zeigte auch, wie gut die Rückkehr des Niederländers der Mannschaft gut. Mit seinen 2,01 Meter machte er nicht nur in der Offensive viele Bälle fest, sondern köpfte auch so manche gegnerische Ecke aus dem eigenen Strafraum.

Dazu kamen gegen den Tabellenführer eine wahnsinnige Effektivität und einige Zuckerpässe, mit denen er seine Mitspieler in Szene setzen konnte.

Es bleibt nur zu hoffen, dass Henk Veerman seine Form über die Weihnachtsfeiertage konservieren kann und im nächsten Jahr dort anknüpft, wo er 2019 aufgehört hat.

Mehr zum Thema FC St. Pauli:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0