Herbert Grönemeyer als Zeuge vor Gericht: Treffen mit Fotografen war "wie Anschlag"

Köln - Herbert Grönemeyer (62) wird am Mittwoch (09.30 Uhr) als Zeuge in einem Strafprozess am Landgericht Köln erwartet.

Als Herbert Grönemeyer (62) das Kölner Justizgebäude betrat, überschlugen sich die Fotografen und Fernsehteams.
Als Herbert Grönemeyer (62) das Kölner Justizgebäude betrat, überschlugen sich die Fotografen und Fernsehteams.  © DPA

Dort sind zwei Pressefotografen angeklagt, falsche Beschuldigungen gegen ihn erhoben zu haben.

Es geht um eine Begegnung zwischen ihnen und dem Sänger auf dem Flughafen Köln/Bonn im Dezember 2014.

Grönemeyer war dort zusammen mit seinem Sohn und seiner Lebensgefährtin angekommen, und die Fotografen machten Bilder.

Dies führte bei Grönemeyer zu einem Wutausbruch, wie ein Video zeigt.

Danach zeigten sie den Sänger an und behaupteten, er habe sie geschlagen, gewürgt und verletzt. Grönemeyer bestreitet das und hat dagegen erfolgreich in einem Zivilverfahren geklagt.

Zudem hat die Staatsanwaltschaft Köln die beiden Fotografen nun wegen falscher Verdächtigung und uneidlicher Falschaussage angeklagt.

Dafür können sie theoretisch sogar ins Gefängnis kommen. Außer Grönemeyer sollen am Mittwoch auch sein erwachsener Sohn Felix und seine Frau Josefine Cox als Zeugen aussagen.

Update, 10.40 Uhr: Treffen mit Fotografen war "wie Anschlag"

Musiker Herbert Grönemeyer hat eine Begegnung mit zwei Pressefotografen auf dem Flughafen Köln/Bonn wie einen "Anschlag" empfunden. "Ich war schwerstens geschockt, es war wie ein Anschlag", sagte der Sänger am Mittwoch als Zeuge in einem Strafprozess vor dem Landgericht Köln. "Das hat mich bestimmt Monate begleitet."

Grönemeyer bestritt, die beiden Fotografen in der anschließenden Auseinandersetzung geschlagen, gewürgt oder gar verletzt zu haben. "Ich werd' ja nicht übergriffig", sagte er.

Die beiden Fotografen sind angeklagt, Grönemeyer falsch beschuldigt zu haben. Sie hatten ihm vorgeworfen, sie bei der Auseinandersetzung auf dem Flughafen attackiert und verletzt zu haben. Diese Vorwürfe wiederholten sie im Prozess erneut.

Die beiden Angeklagten (links und rechts verdeckt) am Montag in Köln.
Die beiden Angeklagten (links und rechts verdeckt) am Montag in Köln.  © DPA

Titelfoto: DPA

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