"Fuck off": Urteil für Paparazzi im Fall Herbert Grönemeyer erwartet

Köln - Im Verfahren gegen zwei Pressefotografen wegen falscher Beschuldigungen gegen Herbert Grönemeyer wird an diesem Donnerstag (09.30 Uhr) das Urteil gesprochen.

Herbert Grönemeyer (62) bei einem vorherigen Termin auf dem Weg als Zeuge ins Kölner Landgericht.
Herbert Grönemeyer (62) bei einem vorherigen Termin auf dem Weg als Zeuge ins Kölner Landgericht.  © DPA

Die Staatsanwaltschaft hat für beide Angeklagten achtmonatige Bewährungsstrafen gefordert.

Die Verteidigung plädiert auf Freispruch für die beiden 37 und 39 Jahre alten Männer.

In dem Verfahren geht es um eine Begegnung auf dem Flughafen Köln/Bonn im Dezember 2014.

Auf einem im Internet veröffentlichten Video, das einer der beiden Fotografen gemacht hat, ist zu sehen, wie Grönemeyer auf ihn zuläuft und ruft: "Fuck off! Fuck off! (Hau ab!) Ich bin privat hier, du Affe!" Dann ist kurzzeitig kaum etwas zu erkennen.

Anschließend läuft Grönemeyer auf den anderen Fotografen zu und packt ihn - so wirkt es jedenfalls - im Nacken. Der Mann geht zu Boden, Grönemeyer ruft "Geh nach Hause!".

Die beiden Fotografen zeigten den Musiker hinterher an und behaupteten, er habe sie angegriffen und verletzt. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft ist das eine Falschdarstellung.

Die beiden Männer hätten den Sänger mit ihrem Auftreten bewusst provozieren und zu einem Ausraster verleiten wollen. Grönemeyer habe mit seinem Vorgehen gegen die Fotografen lediglich verhindern wollen, dass von seiner Lebensgefährtin und von seinem Sohn Fotos gemacht wurden.

Er habe sich somit in einer Nothilfe-Situation befunden. Die Verteidigung bestreitet, dass die Angeklagten Grönemeyer planmäßig provoziert hätten. Die Angeklagten bleiben auch dabei, dass sie verletzt worden seien.

Sänger Herbert Grönemeyer (62).
Sänger Herbert Grönemeyer (62).  © DPA

Titelfoto: DPA

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