70-Jähriger vor Gericht: Verging er sich während der Akupunktur an seinen Patientinnen?

Herford – Wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs zweier Patientinnen während der Akupunkturbehandlung in Exter, musste sich nun ein 70-Jähriger vor dem Herforder Schöffengericht verantworten.

Während der Akupunkturbehandlung soll es zu den Übergriffen gekommen sein. (Symbolbild)
Während der Akupunkturbehandlung soll es zu den Übergriffen gekommen sein. (Symbolbild)  © 123RF

Zu den sexuellen Übergriffen war es laut Anklage der Staatsanwaltschaft Bielefeld bereits im Juni 2014 und im Oktober 2015 gekommen.

Der in traditioneller Chinesischer Medizin ausgebildete 70-Jährige soll seine Patientinnen jeweils nach dem Herausziehen der Akupunkturnadeln im Intimbereich berührt haben, wobei es auch zum Eindringen in den Körper kam, wie die Neue Westfälische berichtete.

Die Frauen befanden sich seit 2008 in Behandlung bei dem 70-Jährigen. Über seine Strafverteidigerin Victoria Wieck verwies dieser auf die erfolgreiche Behandlung der Frauen aufgrund eines zunächst unerfüllten Kinderwunsches. Zudem hätten sie gewusst, dass sie nackt sein müssen und es zu Berührungen im Schambereich kommen könne.

In ihren Zeugenaussagen bestätigten die Patientinnen die Vorwürfe gegen den Mann, weshalb dieser zu einer Haftstrafe von einem Jahr, ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung, verurteilt wurde.

Rechtskräftig ist das Urteil jedoch nicht, die Verteidigerin und ihr Mandant wollen Rechtsmittel einlegen.