Nach eineinhalb Flaschen Weinbrand: Mann würgt Hundebesitzer

Herford/Bielefeld - Knast oder Psychiatrie? Diese Frage stellt sich gerade für einen Mann aus Herford. Er hatte im Mai 2016 zwei Brüder attackiert und einen der beiden so stark gewürgt, dass dieser tagelang Atem- und Schluckbeschwerden hatte.

Zwei Brüder attackierte der Herforder. (Symbolbild)
Zwei Brüder attackierte der Herforder. (Symbolbild)  © 123RF

Am 12. Mai 2016 soll der 54-Jährige gegen 17 Uhr in einem Park an der Mindener Straße die heute 21 und 18 Jahre alten Männer angegangen haben. Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden Brüder mit dem Hund unterwegs.

Den älteren der beiden packte er am Hals, drückte kräftig zu und ließ ihn lange Zeit nicht los. Dabei erlitt der junge Mann sichtbare Quetschungen am Hals.

Daraufhin wurde er wegen vorsätzlicher Körperverletzung angeklagt und musste sich am 2. Januar 2018 vor dem Herforder Amtsgericht verantworten. Der Richter war laut Informationen der Neuen Westfälischen in der damaligen Verhandlung der Meinung, dass der Herforder psychisch gestört sei und sah in ihm eine Gefahr für die Allgemeinheit. Daher verwies er den Fall an das Landgericht in Bielefeld.

Dort gab der Angeklagte zu Beginn der Verhandlung an, dass er sich nicht mehr richtig an die Tat erinnern könne, da er vor der Tat anderthalb Flaschen Weinbrand gezwitschert. "Ich war besoffen... Es tut mir sehr Leid", gab der 54-Jährige zu Protokoll.

Die beiden Brüder, die als Zeugen geladen waren, gaben an, dass der Angeklagte sich ihrem Hund genähert habe und aggressiv wurde, nachdem sie ihm sagten, dass er das Tier in Ruhe lassen solle.

Nun wird sich durch das psychiatrischen Gutachten eines Sachverständigen entscheiden, ob der Mann in den Knast oder in die Psychiatrie muss.

Titelfoto: 123RF


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