Irritierender Richterauftritt im Prügel-Prozess: Muss Gericht eingreifen?

Der angeklagte Polizist (rechts) und seine Anwälte.
Der angeklagte Polizist (rechts) und seine Anwälte.

Bielefeld - Am Freitag hat es einen äußerst eigenartigen Auftritt eines Richters im Landgericht Bielefeld gegeben (TAG24 berichtete). Das Gericht prüft nun, ob und wie es auf diesen Vorfall reagieren muss.

Verhandelt werden sollte die Berufung, die ein Herforder Polizist in seinem Prozess eingelegt hatte. Der Beamte prügelte sich nach einer Verkehrskontrolle mit einem Mann. Das Gericht verurteilte den Polizisten in erster Instanz zu 15 Monaten auf Bewährung (TAG24 berichtete).

In der ersten Verhandlung des Berufungs-Prozesses ereignete sich dann das merkwürdige Auftreten des Richters, der teilweise ohne Schöffen und vor dem Pult in Freizeit-Klamotten verhandelt hat.

Nun prüfe das Gericht, ob sich das Präsidium einschalten und der Geschäftsverteilungsplan geändert werden müsse, so der Gerichtssprecher Guiskard Eisenberg gegenüber dem Westfalen-Blatt.

Erst im Februar war der Richter angefahren worden und hatte in Folge dessen für einige Monate im Krankenhaus gelegen (TAG24 berichtete). Es wäre der erste Prozess, den der verwirrte Mann nach seiner Genesung verhandeln soll.


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