Stadt gehen Millionen flöten, weil Architekten-Büro nicht mitspielt

Fünf der Gebäude sollten für den Bildungscampus um- und ausgebaut werden.
Fünf der Gebäude sollten für den Bildungscampus um- und ausgebaut werden.

Herford - Der Ausbau des Bildungscampus stockt und kann der Stadt wegen nur einem Einspruch knapp 1,5 Millionen Euro kosten. Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht.

Das Büro Pape-Architekten aus Herford sah sich bei der Vergabe für die zweite Ausbaustufe benachteiligt und zog vor die Vergabe-Kammer aus Münster. Dieser Einspruch verzögert den gesamten Bau (TAG24 berichtete).

Aus diesem Grund müssen die 340 Studenten und Dozenten der Fachhochschule für Finanzen (FHF) zum 1. September 2018 aller Voraussicht in Container ziehen. Es sollen Mehrkosten von knapp 1,5 Millionen Euro entstehen, so berichtet die Neue Westfälische.

Eigentlich sollten sie in fünf Wohnblocks der Hammersmith-Kaserne einziehen, die um- und ausgebaut werden sollten. Dafür hatte die zuständige Stadtentwicklungsgesellschaft einen mehrere Millionen Euro schweren Auftrag ausgeschrieben.

Verschiedenste Generalplaner haben sich beworben, unter anderem die "Pape-Architekten GmbH". Es war die alte Geschäftsform des Büros.

Allerdings habe sich Pape-Architekten zu Beginn des letzten Jahres zu einer kleinen Aktiengesellschaft überführt, die nicht börsenorientiert arbeitet, hieß es weiter. Dennoch ging die Bewerbung mit der Unternehmensform GmbH raus.

Genau genommen gibt es also die "Pape-Architekten GmbH" gar nicht mehr, weshalb die Ausschreibung wohl keinen Zuschlag bekommen haben könnte.

Gegenüber der Zeitung wollte sich das Architekten-Büro aus Herford nicht äußern. Letzten Endes ist es durchaus fraglich, welche Ziele die Unternehmer verfolgen. Schließlich würde selbst bei einer Neuvergabe der Zweitplatzierte den Auftrag erhalten.

Es sei jedoch wohl so, dass die Pape-Architekten nur dritter geworden ist. Damit würde dieser Einspruch nur Zeit und unnötiges Geld kosten.


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