Hündin frisst bei Spaziergang tödlichen Giftköder

Mittlerweile geht's der Hündin wieder gut. (Symbolbild)
Mittlerweile geht's der Hündin wieder gut. (Symbolbild)  © 123RF (Symbolbild)

Herford - So ganz unschuldig ist Herrchen nicht: "Natürlich muss ich mich dafür kritisieren lassen, dass ich Lotte frei herumlaufen lasse", sagt Thomas Besler. Denn da, wo sich seine Mischlingshündin vergiftet hatte, gilt Anleinpflicht.

Im Flachsbachtal in Herford zwischen der Elverdisser und Lockhauser Straße hatte seine elfjährige Lotte vermutlich einen falsch ausgelegten Köder mit Rattengift gefressen. "Es wirkt mit Verzögerung von einigen Tagen. Als wir von unserem Ausflug zurückkamen lag Lotte nur noch apathisch auf ihrer Decke, hechelte und fraß nichts mehr."

Ein Tierarzt verabreichte der Hündin einen Cocktail aus verschiedenen Wirkstoffen, es ging ihr besser. Doch nach einem Rückfall musste Lotte die Milz entfernt werden, nur so konnte ihr das Leben gerettet werden.

"Wir haben aktuell keine Hinweise, dass gezielt Giftköder ausgelegt werden. Oft sind es wie im Fall Besler falsch ausgelegte Giftköder die zum Tod von Hunden führen", sagte Polizeisprecher Uwe Maser der Neuen Westfälischen.

Auch vom Kreisveterinäramt kommt Entwarnung: "Ich habe in meiner Dienstzeit bisher nicht erlebt, dass ein Hund gezielt vergiftet worden ist", so Dr. Tanja Hochstedter.

Vorsichtig sein solle man außerdem mit Meldungen in sozialen Netzwerken. "Der Wahrheitsgehalt ist mit Vorsicht zu genießen", weiß Hochstedter.

Titelfoto: 123RF (Symbolbild)


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