Betrug im großen Stil: Bauunternehmer prellt Krankenkasse

Herford - Weil ein Trockenbauunternehmer aus Rödinghausen bei den Krankengeldbezügen betrogen haben soll, ist er nun in das Visier des Bielfelder Kommissariats für organisierte Kriminalität und des Zolls geraten. Zudem soll der Mann Schwarzarbeiter beschäftigt haben.

Um eine sechsstellige Summe betrog der Bauunternehmer die Krankenkassen. (Symbolbild)
Um eine sechsstellige Summe betrog der Bauunternehmer die Krankenkassen. (Symbolbild)  © 123RF

Aufgrund des Verdachts durchsuchten die Ermittler insgesamt acht Gebäude im Kreis Herford und in Gelsenkirchen. Darunter waren auch zwei Arztpraxen und ein Steuerbüro. Zudem kontrollierten die Einsatzkräfte mehrere Baustellen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen (TAG24 berichtete).

"Den Durchsuchungen lagen Ermittlungen zu Grunde, die bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld, beim Kommissariat zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität des Polizeipräsidiums und dem Hauptzollamt seit mehreren Monaten wegen gewerbsmäßigen Betruges geführt werden", erklärte die Polizei.

Sowohl der Geschäftsführer des Unternehmens als auch seine Angestellten selbst sollen die betrügerischen Krankengeldbezüge veranlasst haben.

Dabei ging der Unternehmer wohl folgendermaßen vor. Er fuhr seine Arbeitnehmer morgens zum Arzt, wo sie krankgeschrieben wurden, anschließend wurden sie spontan gesund und konnten wieder arbeiten.

Dadurch sollen die Krankenkassen, nachdem derzeitigem Stand der Ermittlungen, um eine sechsstellige Geldsumme geprellt worden sein.

Zudem bestätigte sich am Donnerstag der Verdacht der Schwarzarbeit. "Auf den kontrollierten Baustellen und in einer Trockenbaufirma in Bünde, wurden mehrere nicht angemeldete Arbeiter angetroffen", vermeldet die Polizei.

Wann die Ermittlungen in Bielefeld abgeschlossen sind, steht derzeit noch nicht fest. Zunächst muss das Beweismaterial gesichert und die Beschuldigten befragt werden.

Titelfoto: 123RF


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