20-Jähriger mit Hakenkreuz-Ring erwischt: Darum droht ihm keine Strafe

In der JVA Herford hat der 20-Jährige bereits einen Platz sicher.
In der JVA Herford hat der 20-Jährige bereits einen Platz sicher.

Herford - Mit Fußfesseln und Handschellen wurde ein 20-Jähriger, der gebürtig aus Marokko stammt, Richterin Alexandra Sykulla vom Jugendschöffengericht in Herford vorgeführt.

Dort musste er sich wegen des Tragens eines Hakenkreuz-Rings und schwerer räuberischer Erpressung verantworten. Da der erste Vorwurf zu geringfügig bewertet wurde, wurde der Fall zu den Akten gelegt.

Auch für die Erpressung wird der Marokkaner, der seinen Auftritt vor Gericht laut der Neuen Westfälischen zu genießen schien, erst mal nicht zur Rechenschaft gezogen. Es fehlen schlichtweg Zeugen.

Auf freiem Fuß ist der 20-Jährige deshalb aber noch lange nicht, auch wenn er in Begleitung der Justizvollzugsbeamten den Gerichtssaal selbstgefällig wieder verließ.

Wegen anderer Delikte sitzt der Marokkaner im Jugendknast.
Wegen anderer Delikte sitzt der Marokkaner im Jugendknast.

Weil er bereits in der Vergangenheit mehrfach auffiel, sitzt er aktuell im Herforder Jugendknast ein. Die Strafe dort hätte sich nur verlängert, wäre ein Zeuge nicht wie vom Erdboden verschwunden.

Den soll der Angeklagte mit einem Messer bedroht haben, damit er ihm seine Cappy gibt. Das Opfer weigerte sich und wurde dafür mit der Faust geschlagen.

Angeblich wird bereits nach dem Mann, der ebenfalls aus Marokko stammen soll, gesucht. Wird er gefunden, kann die Verhandlung fortgesetzt werden.

Mit dem Hakenkreuz-Ring wurde der 20-Jährige übrigens erwischt, als er in Dortmund festgenommen wurde. Er gab sogar zu, den Ring getragen zu haben. Die andere Sache ließ er über einen Dolmetscher abstreiten.


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