Über 900 Pakete gehortet: Dreister Versandbote versteckte noch mehr

Berlin - Am Freitag sorgte ein 35-Jähriger in Brandenburg/Havel für Schlagzeilen. Der Versandbote hatte mehr als 900 Pakete unterschlagen (TAG24 berichtete). Der Schaden: mehrere 10.000 Euro.

Bei der Durchsuchung des Tatverdächtigen, seines Fahrzeugs und seiner Sachen fanden Polizeibeamte zudem Betäubungsmittel in nicht unerheblicher Menge. (Archivbild)
Bei der Durchsuchung des Tatverdächtigen, seines Fahrzeugs und seiner Sachen fanden Polizeibeamte zudem Betäubungsmittel in nicht unerheblicher Menge. (Archivbild)  © Polizeidirektion West

Ausgerechnet eine Ex-Freundin des Versandboten hatte den Polizisten den entscheidenden Hinweis gegeben. In einem von ihm angemieteten Bungalow bei Semlin (Ortsteil der Kreisstadt Rathenow im Landkreis Havelland) entdeckten die Beamten die über 900 verschollenen Sendungen. Besonders pikant: Die Unterschriften für die Lieferbelege soll der Mann gefälscht haben.

Nun hat die Brandenburger Polizei bei einer Durchsuchung am Mittwoch erneut Dutzende Pakete gefunden, die der 35-jährige unterschlagen haben soll. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Potsdam auf Anfrage. Wo genau die Pakete am Mittwoch gefunden wurden, wollte die Behörde nicht bekannt geben. Zunächst hatte die "Märkische Allgemeine" (online) berichtet.

Eine Zeugin hatte in einem Nebengelass ihrer Mietwohnung über 100 Pakete gefunden und die Polizei informiert. Der 35-Jährige sitzt derzeit in Untersuchungshaft und räumte gegenüber den Beamten ein, weitere Pakete nicht ausgeliefert zu haben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mann wegen Verletzung des Postgeheimnisses und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Bei einer Durchsuchung seines Autos hatten Polizisten Drogen sichergestellt.

Der 35-jährige verdächtigte Paketfahrer räumte gegenüber der Polizei die Unterschlagung der aufgefundenen sowie weiteren Pakete ein. (Archivbild)
Der 35-jährige verdächtigte Paketfahrer räumte gegenüber der Polizei die Unterschlagung der aufgefundenen sowie weiteren Pakete ein. (Archivbild)  © Polizeidirektion West

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