Hertha kämpft gegen Heimfluch: Macht es wieder der Vedator?

Berlin - Erstes Spiel, erster Sieg. Herthas Interimstrainer Alexander Nouri feierte gegen den SC Paderborn einen Einstand nach Maß und konnte zugleich seine Horror-Serie von 21 Ligaspielen ohne Sieg beenden. Nun soll bei seiner Heimpremiere als Chefcoach gegen den 1. FC Köln der nächste Dreier her.

Alexander Nouri spricht auf der Pressekonferenz vor dem wichtigen Spiel gegen den SC Paderborn.
Alexander Nouri spricht auf der Pressekonferenz vor dem wichtigen Spiel gegen den SC Paderborn.

Viel zu jubeln hatten die Hertha-Fans bislang nicht. Die Alte Dame ist alles andere als eine Heimmacht. Der letzte von insgesamt erst drei Heimsiegen liegt mittlerweile zwei Monate zurück - am 15. Spieltag gegen den SC Freiburg (1:0).

Die Rheinländer, die sich unter Markus Gisdol gefangen haben, haben in der Fremde bislang allerdings auch nicht für Angst und Schrecken gesorgt. Mit nur zwei Auswärtssiegen ist der FC das zweitschlechteste Team auf fremden Plätzen.

"Normalerweise versuchst du den Grundstein für den Erfolg in den Heimspielen zu legen. Das ist uns bislang nicht wirklich gut gelungen. Drei Heimsiege sind dürftig, gar keine Frage", sagte Manager Michael Preetz auf der Pressekonferenz.

"Allein das macht die Aufgabe nicht leichter. Natürlich geht es auch darum das Publikum mitzunehmen und am Ende auch den Schwung aus dem Paderborn-Spiel rüberzuretten."

Mut macht das neue Sturmduo Matheus Cunha und Krzysztof Piatek. Der Brasilianer könnte das Puzzleteil sein mit dem die Berliner wieder selbst das Spiel gestalten. Bislang lag der Fokus vor allem darauf kompakt zu verteidigen, hinten dicht zu machen und bei Ballgewinn schnell umzuschalten.

Vedad Ibisevic trifft gegen Köln besonders gerne

Vedad Ibisevic traf im Hinspiel gleich doppelt.
Vedad Ibisevic traf im Hinspiel gleich doppelt.  © Marcel Kusch/dpa, Daniel Karmann/dpa

"Es ist grundsätzlich so, dass wir uns in diesem Bereich weiter entwickeln wollen. Wir wollen mehr Torgefahr ausstrahlen, mehr Abschlüsse haben, mehr Bälle im gegnerischen Drittel haben, um dann auch die Möglichkeit haben nachzurücken und uns Chancen zu erspielen", gibt Alexander Nouri die Richtung vor.

"All die Dinge werden mit dem Rhythmus kommen. Deswegen sind wir total davon überzeugt, dass wir mehr als zwei Tore schießen können."

Schon nach einem Spiel ist gut zu erkennen: Mit Cunha und Strafstraumstürmer Piatek sind die Herthaner in der Offensive schwerer auszurechnen.

Dabei hat Nouri noch einen Angreifer in seinem Kader, der besonders gern gegen die Kölner trifft: Vedad Ibisevic!

Gegen keinen Verein hat der Bosnier häufiger getroffen als gegen die Geißböcke (12 Tore). Allein für Hertha traf der Vadator in sieben Spielen neun Mal.

Dass Herthas Kapitän trotz seiner 35 Jahre seinen Torinstinkt nicht verloren hat, bekamen die Kölner schon in der Hinrunde zu spüren. Beim 4:0 wurde Ibisevic in der zweiten Halbzeit eingewechselt und traf innerhalb von vier Minuten gleich doppelt.

"Vedad hat herausragende Qualitäten innerhalb der Box. Das wissen wir. Wir müssen die Gelegenheit haben in die Box zu kommen, dass der Spieler dann in so eine Situation kommt", schließt Nouri einen Einsatz nicht aus. "Er ist ein wichtiger Teil der Mannschaft und ist wie alle anderen auch eine Option."

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