Hertha-Stürmer Ibisevic auf Rekordjagd! Köln bleibt sein Lieblingsgegner

Berlin - Ganze 53 Sekunden stand Vedad Ibisvevic auf dem Platz und schon zappelte der Ball für Hertha BSC im Netz. Mit seinem ersten Ballkontakt traf der "Vedator" zum 2:0. Mit dem dritten erzielte der Bosnier das 3:0. Der Kapitän meldete sich eindrucksvoll zurück!

Vedad Ibisevic jubelt mit Maximilian Mittelstädt über seinen Treffer zum 2:0 in der ersten Runde des DFB-Pokals.
Vedad Ibisevic jubelt mit Maximilian Mittelstädt über seinen Treffer zum 2:0 in der ersten Runde des DFB-Pokals.  © DPA

Schon beim letzten Auswärtssieg der Berliner beim 1. FC Köln im November 2017 erlegte Ibisevic seinen Lieblingsgegner mit seinem Doppelpack quasi im Alleingang. Gegen keinen Bundesliga-Klub traf der Stürmer öfter (zwölf Mal). Allein in den jüngsten sieben Partien gegen den FC netzte er neunmal ein.

"Irgendwie hatte ich schon ein gutes Gefühl. Denn ich habe vor dem Spiel die Zahlen gelesen. Das hat mir schon einen Schub gegeben", sagte der 35-Jährige, der in seinem 320. Spiel erstmals einen Doppelpack als Joker erzielen konnte.

Balsam für die Seele. Zuvor hatten vor allem Stürmer in Berlin noch Ladehemmung. Das letzte Tor eines Angreifers gelang beim Eröffnungsspiel in München - durch einen von Ibisevics Rücken abgefälschten Schuss von Rekord-Einkauf Dodi Lukebakio. Nun scheint zumindest beim "Vedator" der Knoten geplatzt zu sein.

Mit nun 122 Bundesliga-Toren zog er auf Platz 29 der ewigen Bundesliga-Torjägerliste an WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus vorbei.

Vedad Ibisevic nimmt seine aktuelle Rolle als Joker bei Hertha BSC an

Die Mitspieler gratulieren Ibisevic zum zwischenzeitlichen 2:0 in Köln.
Die Mitspieler gratulieren Ibisevic zum zwischenzeitlichen 2:0 in Köln.  © Daniel Karmann/dpa

"Es fühlt sich gut an, immer wieder zu zeigen, dass es noch geht", sagte Ibisevic, der zuletzt Selke den Vorzug überlassen musste: "Aber es kann schon vorkommen, dass ein alter Mann auf der Bank sitzt. Deshalb kann ich mit meiner Situation gut leben und genieße einfach jede Sekunde, in der ich spielen darf."

Hertha kann nach dem 4:0-Kantersieg erstmal durchpusten. Javairo Dilrosun hatte die Berliner beim erneuten Kellerduell - den dritten in Folge - mit einem Traumtor in Führung gebracht, ehe Ibisevic die Zeichen auf Sieg stellte. Dedryck Boyata sorgte für den Schlusspunkt. Dabei sah es zunächst überhaupt nicht nach einer klaren Angelegenheit aus. In den ersten 20 Minuten spielten nur die Kölner.

Doch spätestens nach dem Platzverweis gegen Meré standen die Zeichen auf Auswärtssieg. Der Spanier hatte Darida mit gestreckten Bein am Schienbein erwischt. Schiedsrichter Sören Storks zeigte zunächst Gelb und nach Ansicht der Bilder doch Rot - eine korrekte Entscheidung!

Hertha-Coach Ante Covic freute sich nicht nur über die drei Punkte, sondern auch dass seine Mannschaft gleich zwei Serien beenden konnte. "Ich freue mich extrem, dass wir endlich zu Null gespielt haben und dass die Stürmer getroffen haben. Jetzt können wir euch die Arbeit abnehmen, sodass ihr uns jetzt die ganze Woche nicht erzählen müsst, welche Statistiken nicht passen."

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