Klinsi-Nachfolger: Herthas Nouri muss jetzt den Löw machen

Berlin - Nicht Bruno Labbadia, nicht Roger Schmidt und auch keine Rückkehr von Pal Dardai. Alexander Nouri wird der Nachfolger von Jürgen Klinsmann - und das nicht nur für das so wichtige Auswärtsspiel beim SC Paderborn.

Jürgen Klinsmann (l) wurde einst von Joachim Löw (m) als Bundestrainer abgelöst. Bei Hertha BSC wird Alexander Nouri (r) vorerst sein Nachfolger.
Jürgen Klinsmann (l) wurde einst von Joachim Löw (m) als Bundestrainer abgelöst. Bei Hertha BSC wird Alexander Nouri (r) vorerst sein Nachfolger.  ©  Andreas Gora/dpa, Matthias Schrader/dpa

"Wir werden mit Nouri und Feldhoff und dem Trainerteam in die nächsten Wochen gehen. Wir wissen alle, dass wir schwere Aufgaben vor der Brust haben und in den nächsten Wochen punkten müssen", erklärte Manager Michael Preetz auf der Pressekonferenz. "Diese beiden verdienen die volle Unterstützung, die Mannschaft auf die nächsten Wochen vorzubereiten."

Schon jetzt ist das alte und neue Trainerteam zum Siegen verdammt. Die kommenden vier Gegner Paderborn, Köln, Düsseldorf und Bremen stecken wie Hertha BSC im Abstiegskampf. Gelingt den Berlinern endlich die Wende?

Dass Nouri der inzwischen dritte Cheftrainer in dieser Saison bei der Alten Dame wird, ist durchaus nachvollziehbar. Der Deutsch-Iraner und Markus Feldhoff kennen die Mannschaft, die Spieler wiederum die Philosophie.

Schon unter Klinsmann leiteten die Co-Trainer häufig das Training. Spielerisch lassen die Herthaner zwar noch viel zu wünschen übrig, doch bis auf das Mainz-Spiel stimmten zumindest die Ergebnisse.

Alexander Nouri und Markus Feldhoff werden Hertha BSC die nächsten Wochen trainieren

Michael Preetz vertraut vorerst auf das Duo Nouri/Feldhoff.
Michael Preetz vertraut vorerst auf das Duo Nouri/Feldhoff.  © Andreas Gora/dpa

Dass nun der Co-Trainer Klinsmanns Erbe antritt, dürfte den Fußball-Fans noch bestens bekannt sein. Nach dem Sommermärchen 2006 wollte ganz Fußball-Deutschland, dass Klinsmann weitermacht, doch der 55-Jährige hörte auf und ging zurück nach Kalifornien. Stattdessen wurde sein Assistent Jogi Löw zum Bundestrainer, der 2014 die Weltmeisterschaft gewinnen konnte.

Auf eine ähnliche Erfolgsgeschichte hoffen die Fans auch in Berlin, auch wenn die Bilanz von Nouri nicht gerade Angst und Schrecken auslöst. Bei seiner letzten Trainerstation, dem FC Ingolstadt, war nach acht Zweitliga-Spielen (kein Sieg/drei Unentschieden/fünf Niederlagen) wieder Schluss. saisonübergreifend wartet der ehemalige Bremer als Chefcoach seit 21 Spielen auf einen Sieg.

Im Sommer sucht Hertha dann nach einer größeren Lösung. Wunschtrainer bleibt nach wie vor Ex-Bayern-Coach Niko Kovac. Ob der Kroate seine Zelte in Berlin aufschlagen wird, ist allerdings ungewiss.

"Es ist unsere Aufgabe einen Cheftrainer zu finden, der mit uns die Ziele angeht, der ambitioniert und ehrgeizig ist. Er wird hier richtig was bewegen können", so Preetz. "Das ist eine interessante Stellenbeschreibung."

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