Eklat beim AOK Traditionsmasters: Hertha siegt und bringt Union-Fans gegen sich auf

Berlin - Das 4:1 über Tennis Borussia beim jährlichen AOK Traditionsmasters reichte dem 1. FC Union Berlin nicht. Die Eisernen mussten nach der Gruppenphase die Koffer packen.

Herthas Gabor Kiraly hielt den Kasten weitestgehend sauber.
Herthas Gabor Kiraly hielt den Kasten weitestgehend sauber.  © KÜHN Sportconsulting

Dabei kam es zu einer kuriosen Konstellation. Die Köpenicker waren auf die Unterstützung des ungeliebten Nachbarn angewiesen. Im letzten Gruppenspiel brauchte Werder Bremen einen Sieg mit mindestens zwei Toren Abstand. Gegner war ausgerechnet Hertha BSC.

Die hatten am Tag zuvor erst Tennis Borussia Berlin (6:0) und dann Union (5:2) aus der Max-Schmeling-Halle geschossen. Gegen Werder war von der Offensivkraft der Berliner, die unter anderem von Pal Dardai, Marcel Ndjeng, Christian Gimenez, Malik Fathi oder Sejad Salihovic vertreten wurden, allerdings wenig zu sehen.

Statt eines Schlagabtausches, wie es häufig in der Halle übrig ist, taten vor allem die Berliner nicht mehr als nötig.

Den Bremern reichte somit ein ungefährdeter 3:1-Sieg. Zwischenzeitlich wurden die Bälle nur hin und her geschoben und teilweise auf Zeit gespielt. Die Folge: Pfiffe der 7624 Zuschauer.

Während die Hertha-Fans mit lautstarken "Auf Wiedersehen"-Rufen ihre Schadenfreude über das Ausscheiden des Stadtrivalen nicht verbergen konnten, witterten die zahlreichen Union-Anhänger Schiebung.

Dass die Alte Dame im Entscheidungsspiel nicht alles gab, ist allerdings verständlich. Schließlich standen sie angesichts des Torverhältnisses und sechs Punkten so gut wie sicher im Halbfinale.

Hertha BSC gewinnt AOK Traditionsmasters

Tolle Stimmung in der Max-Schmeling-Halle.
Tolle Stimmung in der Max-Schmeling-Halle.  © KÜHN Sportconsulting

Dennoch kam es zum Eklat. Als nur noch eine Minute zu spielen war, verließ Unions Karim Benyamina wutentbrannt und schimpfend die Halle. Auch der Anschlusstreffer der Berliner konnte ihn nicht beruhigen. Wütend pfefferte er eine volle Wasserflasche aufs Spielfeld.

Es nütze nichts. Hertha und Bremen feierten mit jeweils sechs Punkten den Einzug ins Halbfinale. Union schied aufgrund des schlechteren Torverhältnisses aus.

Die Quittung bekam Gruppensieger Hertha im Halbfinale zu spüren. Trotz Heimvorteil hatten sie gegen Borussia Dortmund die Halle plötzlich gegen sich, wurden bei jedem Ballkontakt lautstark ausgepfiffen.

Pal Dardai und Co. ließen sich von der Atmosphäre aber nicht beeindrucken und siegten dank eines Hattricks von Marcel Ndjeng mit 3:0 gegen den BVB.

Auch im Finale behielt der Hauptstadt-Klub die Oberhand. Mit einem 5:2 über Dynamo Tiflis sicherten sie sich den Sieg. Die Torschützen: Niemeyer, Gimenez, Salihovic, Ndjeng und Hertha-Legende Pal Dardai.

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