Herthas Maier will weiterhin weg, darf aber nicht: "Es ist alles gesagt"

Berlin - Am Montagabend erteilte Manager Michael Preetz bei "Wontorra on Tour" dem wechselwilligen Arne Maier eine Absage. Herthas Juwel reagierte irritiert auf die Aussagen. An seiner Absicht, Hertha BSC zu verlassen, hat sich nichts geändert. Der 21-Jährige will weg - am liebsten im Januar.

Arne Maier würde Hertha BSC gerne noch im Winter verlassen.
Arne Maier würde Hertha BSC gerne noch im Winter verlassen.  © Soeren Stache/dpa

"Herthas Statement kommt für mich total aus dem Nichts. Ich hatte in den vergangenen Tagen mehrere intensive Gespräche mit den Verantwortlichen. Es wurde hierbei unter anderem Verständnis für meine Situation gezeigt, mir aber auch klar signalisiert, dass man mit mir sportlich aktuell nicht plant. Auch sprechen sämtliche Verpflichtungen hierfür", sagte Maier der "B.Z."

Die Berliner haben mit Santiago Ascacibar und Lucas Tousart gleich zwei Spieler für das defensive Mittelfeld verpflichten können. Auf der Position, auf der auch Maier Zuhause ist. Tousart wurde allerdings für die Rückrunde wieder an Olympique Lyon ausgeliehen.

Der U21-Nationalspieler kommt in dieser Saison nicht wirklich zum Zug. In der Hinrunde bremste den ballsicheren Sechser eine Knieverletzung, sodass er nur auf zwei Bundesligaeinsätze kommt. Auch in der Rückrunde bleibt das Verletzungspech treu. Im Testspiel gegen Eintracht Frankfurt verletzte er sich erneut am Knie.

Klinsmann hatte Maier noch vor der Abfahrt ins Trainingslager gelobt und mehr Einsätze in Aussicht gestellt. Die Verpflichtung von Wunschspieler Ascacibar und Tousart zeigt, dass der ehemalige Bundestrainer wohl nicht der allergrößte Fan des Top-Talents ist. Das zeigen auch die Einsatzzeiten. Unter Klinsmann wurde Maier erst einmal eingewechselt - in der 90. Minute.

Dennoch bleibt der Hauptstadt-Klub bei seiner Haltung, wie Manager Michael Preetz dem "Kicker" bestätigte. Es bleibe "definitiv beim Nein" des Klubs. Maier selbst wollte sich am Dienstag nicht äußern. Er verließ sehr schmallippig den Trainingsplatz. "Es ist alles gesagt".

Der 21-Jährige könnte nach dem Wirbel um seine Person wieder eine Option für die Startelf sein. Vladimir Darida, der gegen Wolfsburg kurzfristig ausfiel, fehlte auch am Dienstag wegen eines Infekts. Karim Rekik kehrte wieder ins Mannschaftstraining zurück. Viel Grund zum Wechseln bot Vertreter Jordan Torunarigha nicht nur wegen seines Ausgleichstreffers aber nicht.

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