"Haben verstanden, was los ist": Herthas Selke will von Abstiegskampf nichts wissen

Berlin - Neuer Trainer, fünf Niederlagen in Folge, erst elf Punkte auf dem Konto, abgerutscht auf Platz 16, dennoch ist es für Hertha-Stürmer Davie Selke zu früh, um von Abstiegskampf zu sprechen.

Davie Selke im Zweikampf mit Dortmunds Aschraf Hakimi.
Davie Selke im Zweikampf mit Dortmunds Aschraf Hakimi.  © Gregor Fischer/dpa, Britta Pedersen/dpa-Zentralbil

"Es war niemand in der Kabine und hat gesagt, dass wir das Wort nicht vermeiden sollen. Dass wir nicht dort stehen, wo wir stehen wollten, ist klar. Aber es ist noch nicht der 30. Spieltag", sagte der Angreifer im Interview mit dem Kicker.

Das erste Spiel unter Jürgen Klinsmann gegen Borussia Dortmund stimmt nicht nur den Trainer für die kommenden Aufgaben positiv, auch wenn das Ergebnis (noch) nicht passte. Selke wurde selbst zur tragischen Figur, als ihm kurz nach Wiederbeginn der Ausgleichstreffer durch eine minimale Abseitsstellung weggenommen wurde.

Gegen Frankfurt soll nun die Negativserie gestoppt werden. Hertha BSC wartet inzwischen schon seit sechs Spielen auf einen Sieg. "Wir haben verstanden, was los ist. Aber es ist wichtig, dass wir ruhig bleiben. Panik wäre falsch."

Auch wenn Klinsmann erst vergangene Woche als Covic-Nachfolger vorgestellt wurde, spürt die Mannschaft schon nach wenigen Einheiten den Klinsi-Effekt.

"Es werden klare Vorgaben gegeben, die wir umsetzen müssen, und wir haben eine neue Art von Fußball. Lauf- und zweikampfintensiver Fußball", so Selke. "Wir wissen, was jetzt gefragt ist. Das Feuer spürst Du in jeder Trainingseinheit."

Wenn Hertha nun am Freitag den Hessen einen "großen Fight" liefern möchte, wird wohl auch der Ex-Leipziger wieder in der Startelf stehen. "Der Junge macht Spaß", sagte der ehemalige Topstürmer Klinsmann auf der Pressekonferenz und fordert von seinem Zögling sich Ziele zu setzen. "Wenn du in der Bundesliga angekommen bist, ist das nächste Ziel, deinen Schnitt an Toren so hochzuschrauben, dass dich irgendwann ein Bundestrainer sieht. Davie ist nicht mehr 18, sondern hat ein paar Jahre mehr."

In 13 Spielen, die meisten von der Bank aus, konnte Selke erst einmal treffen. Am vergangenen Samstag verhinderten Millimeter seinen zweiten Saisontreffer. Kommt gegen die Eintracht nun das Glück zurück?

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