Trotz Pleite gegen den BVB: Klinsmann-Effekt tut der Hertha gut

Berlin - Neuer Trainer, alte Probleme! Auch im ersten Spiel der Ära Jürgen Klinsmann kann Hertha BSC nicht überzeugen. Nach einem kräfteraubenden Heimspiel gegen Borussia Dortmund bleibt die Alte Dame seit sechs Spielen sieglos. Dennoch zeigte die Klinsi-Elf ein anderes Gesicht, das für künftige Aufgaben Mut macht.

Jürgen Klinsmann hat sein erstes Spiel als Trainer von Hertha BSC verloren.
Jürgen Klinsmann hat sein erstes Spiel als Trainer von Hertha BSC verloren.

Nach dem misslungenen Trainereinstand gegen Borussia Dortmund (1:2) muss Jürgen Klinsmann bis zum nächsten Spiel seines Teams am Freitag bei Eintracht Frankfurt den Spagat hinbekommen, die positiven Signale mitzunehmen und die weiter bestehenden Defizite klar anzusprechen.

Es gehe nicht um seine Idealvorstellungen als Trainer. "Sondern es geht um das, was realistisch ist, was am besten zu der Mannschaft passt und was am besten umsetzbar ist, um Punkte zu holen", betonte der Neu-Berliner.

Nach fünf Niederlagen nacheinander ist Hertha nach 13 Spieltagen auf den Abstiegs-Relegationsplatz zurückgefallen, ist jetzt quasi verpflichtet zu punkten.

Die ersten positiven Veränderungen hat Klinsmann erkannt. Mit 120,7 Kilometern rannte das Team gegen den BVB so viel wie noch nie in der Saison. Auch in Sache Aggressivität und Entschlossenheit zeigten sich die Berliner Profis verbessert.

Davie Selke durfte im Spiel gegen Borussia Dortmund von Beginn an spielen.
Davie Selke durfte im Spiel gegen Borussia Dortmund von Beginn an spielen.

Auch Stürmer Davie Selke sah Fortschritte: "Wir hatten mehr Torschüsse und gewonnene Zweikämpfe. Wir waren von Anfang griffig. Ich denke, das spiegelt auch wider, welchen Effekt Jürgen Klinsmann und sein Team in der kurzen Zeit hier hatten."

Trotz des besseren Auftritts gegen den BVB war die Ostkurve vom Spiel wenig überzeugt, einige Anhänger riefen sogar beim obligatorischen Bedanken in der Fankurve "Absteiger". Selke wollte trotz allem Unmut der Fans in den Dialog gehen, erntete jedoch pure Abneigung.

"Jeder der etwas vom Fußball versteht, hat gesehen, dass wir ein anderes Gesicht gezeigt haben. Deswegen ist es extrem ärgerlich, dass wir nicht zumindest einen Punkt geholt haben. Meiner Meinung nach hätten wir die drei Punkte verdient gehabt", erklärte Herthas-Angreifer.

Nach dem BVB ist vor der Eintracht. Am Freitag müssen die Klinsmänner nach Frankfurt reisen, die am heutigen Abend den 13. Spieltag mit dem Auswärtsspiel bei Mainz 05 komplettiert. Dementsprechend verbleiben der Eintracht nur vier Tage Vorbereitung. Vorteil Hertha?

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