Berliner Pannenshow auf Schalke: Hertha schießt zwei Tore und verliert 3:0!

Gelsenkirchen/Berlin - Berliner Pannenshow in Gelsenkirchen! Hertha BSC schießt zwei Tore und verliert ein kurioses Bundesligaspiel gegen den FC Schalke 04 verdient mit 0:3.

Enge Partie: Herthas Torwart Rune Jarstein hält den Ball fest und umarmt Benito Raman.
Enge Partie: Herthas Torwart Rune Jarstein hält den Ball fest und umarmt Benito Raman.  © dpa/Federico Gambarini

Vor 62.271 Zuschauern in der Veltins-Arena brachte Herthas Niklas Stark Schalke in Führung (38.), Karim Rekik sorgte mit dem zweiten Eigentor der Gäste für das zwischenzeitliche 2:0 (48.), ehe Jonjoe Kenny mit einem sehenswerten Fernschuss (85.) den Endstand herstellte.

Nach der herben Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg (0:3) baute Coach Ante Covic seine Mannschaft auf einer Position um. Für Salomon Kalou rutschte Marvin Plattenhardt ins Team, der Herthas Viererkette nach seiner langen Verletzungspause Stabilität bringen sollte.

Der Hauptstadtklub spielte im offensiv ausgerichteten 4-2-3-1, mit Maximilian Mittelstädt und Dodi Lukebakio auf den Außen, die laut Covic immer wieder ihr hohes Tempo nutzen sollten, um die Schalker Defensive zu beschäftigen.

Beide Mannschaften starteten mutig in die Partie, pressten früh und konnten mit Fernschüssen von Gelsenkirchens Benito Raman (3. Spielminute) und Berlins Vlademir Darida (4.) für erste kleinere Höhepunkte sorgen. In Spielminute zehn hatte Lukebakio plötzlich den frühen Führungstreffer auf dem Fuß, als Hertha nach Balleroberung über Ondrej Duda schnell in die Spitze spielte und lediglich Alexander Nübels Beine das 1:0 verhinderten.

Nach der ersten Riesen-Chance der Partie kehrte Ruhe ein. Schalke konnte den hohen Ballbesitz nicht konsequent nutzen und Hertha lauerte auf schnelle Umschaltmomente.

Eine schöne Direktabnahme von Guido Burgstaller brachte dann wieder Stimmung in die Bude (33.). Plötzlich lösten die Hausherren ihre angezogene Handbremse, kreierten Chancen und erzielten mit Berliner Mithilfe das 1:0. Nach feiner Hereingabe von Daniel Caligiuri bugsierte Herthas Abwehrchef Niklas Stark die Kugel unglücklich ins eigene Tor (38.).

Maximilian Mittelstädt blieb über die kompletten 90 Minuten eher blass.
Maximilian Mittelstädt blieb über die kompletten 90 Minuten eher blass.  © dpa/Federico Gambarini

Der Nationalspieler blieb im Fokus. Nach einem verkorksten Schalker-Angriff wollte Stark das Spiel aus dem eigenen Strafraum eröffnen, ließ sich zu viel Zeit und Burgstaller schnappte das Spielgerät weg. Der Schuss des Österreichers ging über den Kasten (44.). Mega-Glück für Hertha!

Mit der verdienten Pausenführung der Knappen ging es in die Kabinen.

Nach Wiederanpfiff versuchte Hertha offensiv Akzente zu setzen und rannte sofort in einen königsblauen Konter.

Amine Harit legte mit einem feinem Hackentrick auf den pfeilschnellen Weston McKennie, der auf Burgstaller durchsteckte. Der Abschluss des Ösis wäre am Tor vorbei gegangen, doch Rekik kickte die Murmel beim Klärungsversuch über die eigene Torlinie. 2:0 - Pleiten, Pech und Pannen im Berliner Strafraum!

Nur kurz nach dem zweiten Eigentor der Gäste jubelte der Hertha-Block. Nach einem strammen Schuss von Duda, nutzte Ibisevic den Abpraller und erzielte den vermeintlichen Anschlusstreffer aus einer Abseitsposition. Schiedsrichter Tobias Stieler intervenierte - Kein Tor!

Trainer Covic warf nun alles nach vorne, brachte Davie Selke (61., für Ibisevic) und Javairo Dilrosun (61., für Mittelstädt) in die Partie und hoffte auf mehr Offensivaktionen. Die blieben dennoch aus. Lediglich ein Freistoß der Hertha sorgte nochmals für ein Raunen, doch Rekik konnte seinen Kopfball nicht anständig platzieren.

Dann kam es noch schlimmer: Nach einer verunglückten Hereingabe von Bastian Oczipka trudelte die Pille auf Jonjoe Kenny, der mit einem Strahl sehenswert ins linke Eck vollendete (85.). Eine Packung für die Alte Dame!

Trotz höherem Ballbesitz in Halbzeit zwei gelang es den Berlinern nicht, Gefahr vor dem Schalker Tor zu entwickeln. Somit bleibt der Hauptstadtklub auch nach dem dritten Spieltag sieglos. Nach der Länderspielpause muss die Hertha wieder reisen und darf beim 1. FSV Mainz 05 antreten.

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