Hertha will in München Fußball spielen: Kovac warnt schon

Berlin - Ohne die verletzten Marvin Plattenhardt, Arne Maier, Javairo Dilrosun, Dedryck Boyata und Peter Pekarik bestritt Hertha BSC am Dienstag das letzte öffentliche Training vor dem Bundesliga-Auftakt. Für die Partie bei den Bayern sind sie derzeit keine Option.

Niko Kovac erwartet mit Hertha einen unbequemen Gegner. (Bildmontage)
Niko Kovac erwartet mit Hertha einen unbequemen Gegner. (Bildmontage)  © Sven Hoppe/dpa, Daniel Karmann/dpa

Anders sieht es bei Maximilian Mittelstädt aus. Der U21-Nationalspieler konnte zwar nur individuell trainieren, soll aber am heutigen Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Der Außenbahnspieler hatte sich beim 5:1-Pokalerfolg gegen den bayerischen Viertligisten VfB Eichstätt einen Zehenblessur zugezogen.

"Wir haben am 1. Spieltag gleich den schwersten Gegner vor der Flinte", sagt Trainer Ante Covic dem "Kicker". "Trotzdem ist die Vorfreude sehr groß. Wir starten alle bei Null. Wir gehen seriös an die Aufgabe heran und werden schauen, ob es uns auch gegen so einen Gegner gelingt, unseren Fußball zu zeigen."

Speziell motiviert ist Mittelfeldmann Vladimir Darida, der nach langer Zeit der Verletzungen und als Ersatzspieler nun in München wieder zu den Startelf-Kandidaten zählt. "Ich fühle mich gut. Und ich hoffe, es wird so", sagte der tschechische Nationalspieler.

Die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld sei zwar groß. "Aber ich hatte schon in der Vorbereitung ein gutes Gefühl", berichtete der 29-Jährige, der im Sommer ein spezielles Aufbauprogramm bestritt.

Vladimir Darida traf im Pokal zum 1:0.
Vladimir Darida traf im Pokal zum 1:0.  © Daniel Karmann/dpa

Schon im ersten Ligaspiel auf Titelverteidiger Bayern München zu treffen, könnte "vielleicht ein kleiner Vorteil sein", meinte Darida. "Aber das ist schwierig einzuschätzen." Auf jeden Fall wolle sein Team auch in München "viel mit dem Ball spielen und mehr Kontrolle".

Bayern-Trainer Niko Kovacs ist vor der Hertha gewarnt. Der gebürtige Berliner hat seinen Freund Ante Covic genau verfolgt und stuft die Berliner als harten und unbequemen Gegner ein. "Wenn ein neuer Trainer kommt, ist Aufbruchstimmung", sagte Kovac nach dem 3:1-Sieg im DFB-Pokal bei Viertligist Energie Cottbus über seinen ehemaligen Berliner Verein.

Kovac hatte von 1991 bis 1996 und dann nochmal 2003 bis 2006 für Hertha BSC gespielt, dabei auch mit dem jetzigen Hertha-Trainer Covic. Beide haben kroatische Wurzeln und sind in Berlin geboren.

"Hertha hat sich sehr gut verstärkt und besitzt einen ausgewogeneren Kader als im letzten Jahr", sagte Kovac und erwartet: "Hertha wird mit Ante Covic einen Schritt nach vorne machen."

Auch Covic-Vorgänger Pal Dardai habe einen "guten Job" gemacht, aber jetzt kämen noch die Möglichkeiten für die Berliner durch neues Investorengeld dazu, bemerkte Kovac: "Ich weiß, dass am Freitag ein hartes Stück Arbeit auf uns wartet."

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