12 Jahre Hertha BSC: 12 Fakten über Fabian Lustenberger

Berlin - Wenn am Samstag im Olympiastadion zum letzten Mal in dieser Saison der Ball rollt, ist dies nicht nur für Trainer Pal Dardai der vorerst letzte Auftritt für Hertha BSC. Auch Fabian Lustenberger verlässt den Club - nach zwölf Jahren.

 Fabian Lustenberger bejubelt seinen Treffer gegen Aachen.
Fabian Lustenberger bejubelt seinen Treffer gegen Aachen.  © DPA

Der Schweizer wird im Sommer zu den Young Boys Bern wechseln und in seine Heimat zurückkehren. Grund genug auf die erfolgreiche Zeit zurückzublicken. TAG24 hat zwölf Fakten gesammelt.

Erstes Spiel

2007 wechselte Lustenberger an die Spree. Damals spielten unter anderem noch Energie Cottbus, Hansa Rostock, MSV Duisburg oder Karlsruher SC in der Bundesliga. Bereits am zweiten Spieltag beim 3:1 gegen den VfB Stuttgart kam der Lockenkopf mit einem Kurzeinsatz zu seiner Bundesliga-Premiere.

Einsätze

12 Jahre später sind noch 318 Spiele hinzugekommen. Insgesamt lief der 31-Jährige 308 Mal (Leverkusen mit eingerechnet) für Hertha BSC in der Bundesliga, in der 2. Liga, im Pokal und in der Europa League auf. Damit steht er auf Platz sechs der ewigen Rekordspieler des Vereins. Zuletzt konnte er Vereinslegende Erich Beer (301 Spiele) überholen.

Verletzungspech

Dass nicht noch mehr Einsätze in seiner Vita stehen, liegt auch an seinem Verletzungspech. Dreimal hat sich der Lockenkopf schon den Mittelfuß gebrochen.

 Lustenberger wird von Dieter Hoeneß als Neuzugang präsentiert.
Lustenberger wird von Dieter Hoeneß als Neuzugang präsentiert.  © DPA

Erstes Tor

Schon in seiner Premierensaison konnte Herthas Defensiv-Spezialist im Dezember 2007 sein erstes Bundesligator erzielen. "Das war in Nürnberg, ein Abpraller, den ich aus zwei Metern eingeschoben habe. 2:1 haben wir verloren und ich hab den Anschlusstreffer erzielt", erinnert sich der Schweizer.

Herthas Tor des Jahres

Dennoch: ein Torjäger war Lustenberger nie, das zeigt auch seine Torausbeute. In 219 Bundesligaspielen traf er dreimal. Doch wenn er traf, dann teilweise wunderschön: Sein Siegtreffer gegen den VfB Stuttgart (2015) wurde für das Tor des Monats nominiert. Mit dem Volley-Hammer gegen Alemannia Aachen (2011) schoss Herthas Defensivspezialist gar Herthas Tor des Jahres.

Trainer

Mit Lucien Favre, Friedhelm Funken, Markus Babbel, Michael Skibbe, Otto Rehagel, Jos Luhukay und Pal Dardai erlebte er in seiner Hertha-Zeit gleich sieben Trainer. Rechnet man die Interimstrainer Karsten Heine, Rainer Widmayer und René Tretschok mit ein, kommt "Lusti" gar auf zehn Coaches.

Mit der U-Bahn zum Training

Mit gerade einmal 19 Jahren kam Lustenberger zur Hertha. Weil er damals noch keinen Führerschein hatte, fuhr der Hertha-Profi zu Beginn seiner Karriere mit der U-Bahn zum Training.

Fabian Lustenberger im Zweikampf mit seinem jetzigen Teamkollegen
Fabian Lustenberger im Zweikampf mit seinem jetzigen Teamkollegen  © DPA
Kapitän

2013 ernannte der damalige Trainer Jos Luhukay den Schweizer zum Kapitän. Als Hertha drei Jahre später in der Europa-League-Qualifikation an Bröndy IF scheiterte, setzte ihn Pal Dardai ab und ernannte Vedad Ibisevic zum Nachfolger. Auch in dieser schweren Phase blieb Lusti professionell. Er hätte auch wechseln können, bot sich aber durch Leistung an. "Ich habe den Trainer relativ schnell gezeigt, dass er auf mich bauen kann. Am ersten Spieltag habe ich dann schon wieder gespielt und am Ende 14 von 17 Hinrundenspiele gemacht."

Fußballgott

Wenn Herthas Stadionsprecher Fabian von Wachsmann die Mannschaftsaufstellung präsentiert, ist Lustenberger seit Jahren der Einzige, der den Zusatz "Fußballgott" von den Fans aus der Ostkurve bekommt.

Lieblingsgegner

Es gibt derzeit keinen Bundesligisten gegen den Lustenberger nicht mindestens einmal gewonnen hat. Mit sieben Siegen konnte der 31-Jährige am häufigsten gegen den Hamburger SV dreifach punkten. Dicht gefolgt von Mainz 05 und den VfB Stuttgart (je sechs Siege).

Lieblingsgegenspieler

Einen Angstgegner hat Herthas Urgestein nicht, dafür aber einen Lieblingsgegenspieler: "Gegen Stefan Kießling habe ich sehr gerne gespielt, obwohl er eine klasse Stürmer war, aber er war auch ein super Typ und unglaublich fair."

Polyvalenter Spieler: Einsatz im Tor

Sein großer Vorteil ist sicherlich seine Vielseitigkeit. Sogar im Tor machte der ewige Lusti beim Auswärtsspiel eine mehr als passable Figur. Keeper Marco Sejna hatte Rot gesehen, das Wechselkontingent war aber schon ausgeschöpft.

"Ich hatte dann auch ein bisschen Glück, dass der erste Schuss gleich an die Latte geht. Danach hatte ich sogar zwei, drei Aktionen, wo ich den Ball halte. Es war schon eine lustige Szene", erklärte Lustenberger.

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