Angstgegner Hertha BSC will dem FC Bayern "auf den Sack gehen!"

Berlin - Nicht mal drei Wochen nach dem bitteren Ausscheiden im DFB-Pokal muss Hertha BSC wieder gegen den FC Bayern München antreten (TAG24 berichtete).

Im Hinspiel feierte die Hertha einen echten Überraschungs-Sieg gegen den FC Bayern.
Im Hinspiel feierte die Hertha einen echten Überraschungs-Sieg gegen den FC Bayern.  © DPA

Schon lange sind Spiele gegen den großen FC Bayern keine rot-weißen Kantersieg-Veranstaltungen mehr, sondern umkämpfte Partien, die zuletzt immer wieder zu blau-weißen Gunsten ausgingen. Auch der letzte Auftritt in der Allianz-Arena sorgt bei der alten Dame für Selbstbewusstsein.

Wenn Herthaner in Erinnerungen schwelgen, träumen die Fans noch immer vom Hinspiel-Erfolg gegen den großen FC Bayern. Mit einem beeindruckenden 2:0-Sieg krönte die alte Dame eine besondere Nacht im Berliner Olympiastadion.

Erst kürzlich rächte sich der Rekordmeister für die Bundesliga-Niederlage. Im DFB-Pokal-Achtelfinale setzten sich die Münchener trotz knappem Spiel völlig verdient durch. Folgt nun die blau-weiße Revanche?

Vor dem Rückspiel wirkt Trainer Pal Dardai fokussiert: "Wir fahren nicht nach München, um nur dort zu sein und mitzumachen. Wir wollen dort auch etwas mitnehmen."

Personell muss der Ungar etwas umbauen, denn in der Defensive fehlt Youngster Jordan Torunarigha, der aufgrund von Achillessehnen-Problemen an Krücken geht.

Die Alternative, Marvin Plattenhardt, wird ebenfalls fehlen. Der Ex-Nationalspieler laboriert derzeit an einer Adduktoren-Verletzung und rotierte schon vor seinem Ausfall aus der Startelf. Wer anstelle der beiden Verteidiger spielt, bleibt vorerst ungeklärt.

Im DFB-Pokal-Achtelfinale jubelten Kalou (l.) und Grujic (r.) zweimal und schieden dennoch verdient gegen den Rekordmeister aus.
Im DFB-Pokal-Achtelfinale jubelten Kalou (l.) und Grujic (r.) zweimal und schieden dennoch verdient gegen den Rekordmeister aus.  © DPA

Manager Michael Preetz fordert: "Wir müssen mutig sein und zum Torabschluss zu kommen", auch wenn das natürlich schwer wird.

Vielleicht erinnert sich Preetz dabei genau an die Situation im Pokalspiel, in der Maximilian Mittelstädt per frechen Abschluss von der Sechzehner-Kante zum 1:0 traf.

"Du musst die richtige Balance finden, um etwas gegen die Bayern ausrichten zu können", betonte er auf der PK. Besonders die Defensive muss voller Konzentration agieren.

Innenverteidiger Niklas Stark freut sich schon auf die Bayern-Schlacht: "Die Top-Teams wollen Fußball spielen. Uns liegt es, die Räume eng zu halten und dem Gegner auf den Sack zu gehen. Das macht uns Spaß", sagt er im kicker-Interview. "Wir sind gern der Spielverderber."

Die Statistik untermauert dies. "Wir haben jetzt fünf Spiele in Folge in 90 Minuten nicht gegen die Bayern verloren" und "Wir wollen Spiel Nummer sechs hinzufügen." Der letzte Auftritt in der Münchener Allianz-Arena endete torlos. Eine Wiederholung des Ausgangs würde wohl für blau-weiße Freude und rote Titelverteidigungs-Zweifel sorgen.

Ungewollt könnte Hertha Einfluss auf das Meisterschaftsrennen nehmen. Bayerns "Angstgegner" könnte mit einem Sieg in München den ehemaligen Berliner Coach Lucien Favre und Tabellenführer Borussia Dortmund ordentlich unterstützen.

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