Verrücktes Spiel in Berlin: Hertha schlägt zweimal zurück

Berlin - Was für ein verrücktes Spiel! Hertha BSC kam nach zweimaligen Rückstand gegen den FC Schalke 04 noch zu einem 2:2 (2:2). Die Tore für Hertha im eiskalten Olympiastadion erzielten Marko Grujic (39. Minute) und Vedad Ibisevic (45.+4). Für Schalke trafen Yeven Konoplyanka (17.) und Mark Uth (44.).

Grujic trifft zum 1:1.
Grujic trifft zum 1:1.  © DPA

Getreu dem Motto "Never change a winning team" vertraute Pal Dardai exakt jener Elf, die zum Rückrundenauftakt 3:1 in Nürnberg gewinnen konnte. Im Umkehrschluss bedeutete dies, dass der Ungar wieder mit einer Dreierkette spielen ließ. Dem wiedergenesenen Jordan Torunarigha blieb daher zunächst nur ein Platz auf der Bank.

Mit Schalke wartete allerdings ein anderes Kaliber auf die Berliner. Bereits nach wenigen Sekunden kam Steven Skrzybski zum Abschluss, scheiterte aber an Jarstein. Nach vier Minuten kamen auch die Gastgeber zur ihrer ersten dicken Möglichkeit. Davie Selke drang in den Strafraum ein, übersah jedoch die mitgelaufenen Vedad Ibisevic und Marko Grujic.

Hertha machte in den ersten Minuten das Spiel, das Tor erzielten aber die Gäste. Konoplyanka hatte die Gäste nach 17 Minuten mit einem Traumtor in Führung gebracht. Wieder einmal mussten die Berliner Zuhause einen Rückstand hinterherrennen.

Hertha suchte die direkte Antwort, tat sich aber gegen die gut organisierten Schalker schwer, sodass Dardai nach 25 Minuten auf eine Viererkette umstellte. Lustenberger rückte dafür ins Zentrum.

Die Schalker hatten das Spiel nun im Griff, doch dann schlug auch Hertha zu - und wie! Grujic trieb den Ball nach vorne. Maier fand am Strafraumrand Duda, der den Ball per Hacke auf Grujic weiterleitete. Der Serbe ließ sich die Chance nicht nehmen und traf zum 1:1 (40. Minute). Ein klasse Spielzug.

Ibisevic und Selke bejubeln den 2:2-Ausgleichstreffer.
Ibisevic und Selke bejubeln den 2:2-Ausgleichstreffer.  © DPA

Die Freude über den Treffer war jedoch nur von kurzer Dauer. Vier Minuten später hatte Uth die Gäste wieder in Führung gebracht - 1:2.

Es passte zu dieser verrückten ersten Halbzeit, dass Hertha noch vor der Pause zurück kam. Diesmal war es Selke der seinen Sturmpartner Ibisevic in der Nachspielzeit mit einer butterweichen Flanke fand. Aus sechs Metern köpfte Herthas Kapitän zum 2:2 (45.+4).

Nach dem Seitenwechsel waren es wieder die Gäste aus Gelsenkirchen, die die erste Chance zu verzeichnen hatten. Der eingewechselte Serder traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz (51.). Auf der Gegenseite scheiterte Selke aus kurzer Distanz an Nübel. Der Stürmer hatte allerdings im Abseits gestanden (59.).

Keine 120 Sekunden später konnte Nübel erneut das Duell für sich entscheiden. Wieder scheiterte Selke am herausragenden Keeper. Auch den Abpraller konnte er nicht zum mitgelaufenen Duda bringen.

Es ging munter weiter. Nun waren wieder die Gäste am Drücker. Erst rettete Jarstein gegen Serdar (70.), dann vereitelte er gegen Skrzybski die nächste Schalker Großchance (73.)

Die Gäste hatten nun mehr vom Spiel. Pal Dardai reagierte und brachte mit Salomon Kalou für Vedad Ibisevic eine frische Kraft für die Offensive. Die Chancen hatten aber weiter die Gäste. Sané köpfte in der 87. Minute nach einem Freistoß freistehend drüber, sodass es am Ende beim leistungsgerechten 2:2 blieb.

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