Irres Spiel in Düsseldorf: Hertha holt 0:3 auf!

Berlin - Fußball-Wahnsinn in Düsseldorf! Hertha BSC hat nach dem Debakel gegen Köln die erhoffte Reaktion gezeigt. Nach einem 0:3 zur Pause kamen die Berliner gegen Fortuna Düsseldorf noch zu einem 3:3 (3:0). Die Berliner waren schon tot und kamen doch noch zurück!

Alexander Nouri stand vor dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf unter Druck.
Alexander Nouri stand vor dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf unter Druck.  © Bernd Thissen/dpa

Kenan Karaman hatte die Fortuna früh in Führung gebracht (6. Minute). Erik Thommy erhöhte nach zehn Minuten, ehe Karaman noch vor der Pause den Doppelpack schnüren konnte (45.).

Ein Eigentor von Thommy brachte Hertha zurück ins Spiel (64.). Matheus Cunha konnte auf 2:3 verkürzen (67). Krzysztof Piatek traf per Strafstoß zum umjubelten 3:3 (75).

Nach dem Köln-Debakel tauschte Alexander Nouri seine halbe Mannschaft aus und nahm insgesamt sieben Veränderungen in seiner Startelf vor.

Torunarigha, Klünter, Skjelbred, Darida, Dilrosun, sowie Ex-Düsseldorfer Lukebakio durften von Anfang an ran.

Zudem griff Nouri zu einem altbekannten Mittel im Abstiegskampf.

Der zuletzt wacklige Rune Jarstein musste auf der Bank Platz nehmen. Die eigentliche Nummer zwei Thomas Kraft sollte den Kasten sauber halten.

Das Spiel hätte kaum schlechter laufen können. Mit der ersten Chance der Partie ging Fortuna in Führung. Ein weiter Ball auf Karaman reichte um die komplette Hertha-Abwehr auseinanderzunehmen. Kraft zögerte beim Rauskommen und wurde schließlich noch getunnelt - der frühe Rückstand (6.).

Hertha suchte die schnelle Antwort. Nach einem Konter kam Piatek zum Abschluss. Kastenmeier konnte seinen Flachschuss zur Ecke klären - mit Folgen für die Berliner. Nach einem Konter hatte Thommy keine Probleme sich gegen Lukebakio durchzusetzen und Kraft per Schlenzer ein zweites Mal zu überwinden - 0:2 (10.). Der Doppelschock innerhalb von zehn Minuten.

Hertha BSC liegt früh 0:2 zurück

Thomas Kraft klärt vor Andre Hoffmann.
Thomas Kraft klärt vor Andre Hoffmann.  © Bernd Thissen/dpa

Nur 120 Sekunden später hatte Piatek die Riesen-Chance auf den Anschlusstreffer. Kastenmaier rutschte auf nassem Rasen an einem weiten Ball vorbei. Der Pole traf aus sehr spitzem Winkel allerdings nur den Pfosten (12.).

Die frühe Führung spielte den Gästen in die Karten. Hertha tat sich schwer das Spiel zu machen, gab sich aber noch nicht geschlagen. Wieder war es Piatek, der den nächsten Hochkaräter leichtfertig vergab. Der Pole lief allein auf Kastenmeier zu, konnte den Keeper aber nicht überwinden (30.). Den musste er machen!

Stattdessen bahnte sich Sekunden vor dem Pausenpfiff das nächste Debakel an. Einen Diagonalball legte Zimmermann in die Mitte ab, wo Hennings erst durchließ und Karaman die Führung noch weiter ausbauen konnte - 0:3 (45.). Das ging viel zu einfach!

Nouri reagierte mit einem Doppelwechsel und brachte mit Wolf und Mittelstädt für Dilrosun und Lukebakio eine neue Flügelzange. Große Probleme mit dem Angriffsspiel der Berliner hatten die Hausherren aber nicht. Hertha schaffte es nicht gefährlich vors Tor zu kommen.

Erst ein Eigentor brachte die Alte Dame zurück ins Spiel. Darida brachte ein Ball noch vor der Außenlinie in den Strafraum. Thommy Klärungsversuch missglückte und landete im eigenen Tor - nur noch 1:3 (64.).

Matheus Cunha und Krzysztof Piatek bringen die Alte Dame zurück

Berlins Krzysztof Piatek (M) jubelt mit Maximilian Mittelstädt (l) und Matheus Cunha über seine Treffer zum 3:3.
Berlins Krzysztof Piatek (M) jubelt mit Maximilian Mittelstädt (l) und Matheus Cunha über seine Treffer zum 3:3.  © Bernd Thissen/dpa

Fortuna agierte in dieser Phase etwas zu passiv und wurde erneut bestraft. Nach einem Konter hatte Wolf das Auge für den auffälligen Cunha. Der Winter-Neuzugang zog ab und traf per Flachschuss ins lange Eck zum 2:3 (67.). Plötzlich war die totgeglaubte Hertha wieder da!

Nur vier Minuten später hatte erneut Piatek die Chance auf den Ausgleich, erwischte den Ball aber nicht wirklich.

Dennoch sollte der Pole nur wenige Sekunden später erneut im Mittelpunkt stehen. Kastenmaier hatte den Stürmer zu Fall gebracht. Schiedsrichter Tobias Stieler zeigte auf den Punkt. Den fälligen Elfmeter verwandelt der Winter-Neuzugang zum 3:3! (75.)

Was für ein Comeback. Damit hätte nach einer Stunde niemand gerechnet. Beide Mannschaften wollten nun den Sieg. Erst scheiterte Torunarigha um Zentimeter, dann konnte Kraft noch mit den Fingerspitzen gegen Ampomah retten.

Dann jubelten plötzlich wieder die Düsseldorfer. Ampomah konnte Kraft überwinden, stand aber knapp im Abseits. Der Treffer zählte nicht. Glück für die Hertha. Auf der Gegenseite vergab Cunha die große Chance das Spiel komplett zu drehen. Sein Flachschuss landete am Pfosten (90.).

Für Hertha geht es Samstag mit dem nächsten Keller-Duell weiter. Dann ist Werder Bremen zu Gast.

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