"Die mogeln sich das zurecht": Hertha mit VAR-Glück

Berlin - Hertha BSC hat den Hattrick perfekt gemacht. Gegen Angstgegner Fortuna Düsseldorf feierten die Berliner den dritten Sieg in Serie. Vedad Ibisevic, Javairo Dilrosun und Vladimir Darida sorgten für den ungefährdeten Heimerfolg. Dabei hatte die Alte Dame allerdings auch das nötige Quäntchen Glück.

Per Skjelbred jubelt nach dem Abpfiff über drei Punkte.
Per Skjelbred jubelt nach dem Abpfiff über drei Punkte.  © Soeren Stache/dpa

Als Mittelstädt in der 25. Minute Fortunas Baker im eigenen Strafraum zu Fall gebracht hatte, blieb die Pfeife von Schiedsrichter Martin Petersen stumm. Zur Überraschung der knapp 37.000 Zuschauer im verregneten Olympiastadion änderte der Referee seine Meinung nach Ansicht der TV-Bilder nicht.

"Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn er auf den Punkt gezeigt hätte", sagte Mittelstädt nach dem Spiel bei "DAZN".

Fünf Minuten später gab es dann doch Elfmeter für die Gäste. Erneut griff Köln ein.

Boyata hatte Fink am Fuß getroffen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Hennings sicher zum 1:0. Eine Szene brachte den Stürmer nach dem Spiel aber dennoch auf die Palme.

Rund acht Minuten waren noch auf der Uhr, als Per Skjelbred den Ball im Strafraum an den ausgestreckten Arm bekam. Schiedsrichter Petersen gab trotz Protesten der Düsseldorfer nur Eckball. Auch der Videoschiedsrichter meldete sich nicht - zum Unverständnis des Stürmers.

Hertha BSC wieder in der Erfolgsspur

Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel (M.) und Herthas Trainer Ante Covic (l.) beobachten den Schiedsrichter vor der Elfmeter-Entscheidung für Düsseldorf.
Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel (M.) und Herthas Trainer Ante Covic (l.) beobachten den Schiedsrichter vor der Elfmeter-Entscheidung für Düsseldorf.  © Soeren Stache/dpa

"Das kann mir keiner erzählen, dass das angelegter Arm ist", regte sich Hennings bei "DAZN" auf. "Die mogeln sich das zurecht, das geht mir so auf den Keks. Das ist so schlecht. Das ist, wie die es uns erklärt haben, glasklarer Elfmeter. Er wird aber nicht gegeben und er guckt ihn sich noch nicht einmal an. Ich habe dafür keine Worte."

Hertha hingegen hat nach dem verkorksten Saisonstart zurück in die Erfolgsspur gefunden.

Die Mannschaft von Ante Covic hat nach den Siegen gegen Paderborn und Köln wieder spürbar mehr Selbstvertrauen. Von dem Rückstand ließen sich die Gastgeber nicht beeindrucken und kamen durch Ibisevic sofort zurück.

Flügelflitzer Dilrosun bestätigte seine Top-Form und traf kurz vor der Pause sehenswert zum 2:1 - Spiel gedreht. "Die Mannschaft glaubt an sich. Wir spielen nach wie vor Fußball und zwar sehr ansehnlich heute", sagte Covic auf der Pressekonferenz.

Ein Extra-Lob gab es noch für Rekord-Einkauf Dodi Lukebakio, der nach seiner Einwechslung für die Entscheidung gesorgt habe. Nach einem Zuspiel von Ibisevic legte der Belgier den Turbo ein und ließ sich von drei Fortunen nicht stoppen, ehe er im perfekten Moment Darida bediente. Der Tscheche schob letztlich zum 3:1-Endstand ein.

Rouwen Hennings war mit der Schiedsrichter-Entscheidung nicht einverstanden.
Rouwen Hennings war mit der Schiedsrichter-Entscheidung nicht einverstanden.  © Soeren Stache/dpa

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